Trauer um erstochenen 41-Jährigen – Täter auf der Flucht
Nach einem Streit in einem Restaurant in Hamburg-Marienthal wird der Inhaber niedergestochen. Ging es dabei um eine verwehrte Hochzeit? Die Trauer ist groß, Menschen legen Blumen nieder.
Der 41-jährige Restaurant-Inhaber war von einem Mann niedergestochen worden. Daniel Bockwoldt/dpa
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Nach dem Messerangriff auf einen 41-Jährigen in Hamburg ist der Täter weiter auf der Flucht. „Nach dem Mann wird weiter mit Hochdruck gefahndet“, sagte ein Polizeisprecher. Der Inhaber eines Restaurants war am Donnerstagabend an Stichverletzungen gestorben. Zuvor hatte es einen Streit zwischen ihm und einem anderen Mann in dem Lokal im Stadtteil Marienthal gegeben.
Zeugen brachten den 41-Jährigen in ein Krankenhaus, wo er seinen Verletzungen erlag, wie die Polizei mitteilte. Der Messerstecher flüchtete. Eine Fahndung mit mehreren Funkstreifenwagen blieb erfolglos. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen.
Menschen legen Kerzen und Blumen nieder
Die Trauer um den erstochenen 41-Jährigen ist groß. Menschen legten nach der Tat Kerzen und Blumen auf mehreren Tischen vor dem Restaurant nieder. In der Mitte steht ein von Blumen umrahmtes Bild des Getöteten.
Nach Angaben der Polizei hatte die Auseinandersetzung gegen 21.30 Uhr in dem Lokal begonnen und verlagerte sich dann in einen Hinterhof. Dort zog der Unbekannte ein Messer und stach auf den Restaurantinhaber ein. Laut Informationen des NDR wollte er schon länger eine Familienangehörige des Restaurantinhabers heiraten. Da die Familie dies jedoch stets abgelehnt habe, soll er am Donnerstag das Lokal aufgesucht haben. Die Polizei konnte das zunächst nicht bestätigen.
Fast 40 Polizeiwagen am Krankenhaus
Nachdem der Verletzte ins Krankenhaus gebracht worden war, erschienen zahlreiche Angehörige vor der Klinik. Es seien 30 bis 40 Personen einer Großfamilie gewesen, die zu dem Patienten wollten, sagte ein Sprecher der Asklepios-Klinik. Man könne aber nicht so viele Besucher zu einem Patienten lassen, der im Schockraum liege und um sein Leben kämpfe.
Als die Reanimation nicht gelang, hätten Ärzte mit einigen der engsten Angehörigen geredet. Die Nachricht vom Tod des 41-Jährigen habe sich rasend schnell verbreitet. „Alle wollten zu dem Patienten und Abschied nehmen“, sagte der Sprecher. „Das hätten wir nicht händeln können.“ Die Polizei habe darum die Klinik abgesperrt.
Nach Angaben der Polizei waren mehr als drei Dutzend Funkstreifenbesatzungen am Krankenhaus im Einsatz. Es sei zu Widerstandshandlungen gekommen. Die Beamten nahmen zwei Personen in Gewahrsam und leiteten Strafverfahren ein. Ein Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes betreute Zeugen und Angehörige.
Trauernde haben Blumen und Kerzen niedergelegt. Daniel Bockwoldt/dpa
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Der Täter ist weiter auf der Flucht.Daniel Bockwoldt/dpa
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