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Totschlag in Arbeiterunterkunft? Angeklagter gesteht Stich

Auf einen Streit um Lärm folgte eine tödliche Attacke. Was genau im November in einer Arbeiterunterkunft geschah, soll ein Gerichtsprozess klären. Zum Auftakt äußerte sich der Angeklagte.

08.05.2026

Vor dem Landgericht Oldenburg hat ein Prozess um den gewaltsamen Tod eines Mannes in einer Arbeiterunterkunft begonnen. (Archivbild)Sina Schuldt/dpa

Vor dem Landgericht Oldenburg hat ein Prozess um den gewaltsamen Tod eines Mannes in einer Arbeiterunterkunft begonnen. (Archivbild)Sina Schuldt/dpa

© Sina Schuldt/dpa

Nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in einer Arbeiterunterkunft im Landkreis Oldenburg hat ein 23-Jähriger die Tat vor Gericht gestanden. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Oldenburg gab der Angeklagte den Stich mit einem Küchenmesser zu, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Mann Totschlag vor. 

Laut Anklage tötete der 23 Jahre alte Vietnamese im November 2025 einen Landsmann mit einem rund 14 Zentimeter langen Messer. Der wuchtige Stich in den Rücken verletzte den Mann den Ermittlungen zufolge tödlich. Er starb innerhalb weniger Minuten. 

Streit wegen Ruhestörung

Vor der Tat soll es zwischen den beiden Männern zu einem verbalen Streit über eine mutmaßliche Ruhestörung gekommen sein. Beide Männer arbeiteten in der Geflügelverarbeitung und waren zum Tatzeitpunkt in einer Gemeinschaftsunterkunft für Arbeiter in Großenkneten. 

Das Gericht hat für den Prozess zunächst vier weitere Termine im Mai und Juni angesetzt. Der Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft.