Toter Jäger in der Pfalz: Kugeln kamen aus eigener Flinte
Am Rande einer Jagd wird ein Jäger regungslos auf seinem Hochsitz gefunden. Ermittlungen und Obduktion haben jetzt ergeben: Er wurde wohl von seinem eigenen Gewehr erschossen.
Die Kugeln stammten aus der Flinte des Jägers. (Symbolbild)Roland Weihrauch/dpa
© Roland Weihrauch/dpa
Zwei Tage nach dem Tod eines Jägers in der Pfalz geht die Staatsanwaltschaft von einem Jagdunfall aus. Der 48-Jährige wurde am Dienstag während einer Drückjagd wohl von zwei Kugeln aus seiner eigenen Flinte erschossen, wie die Ermittler auf Grundlage des vorläufigen Obduktionsergebnisses und der bisherigen Ermittlungen mitteilten. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gebe es bislang nicht.
Der Jäger hatte den Ermittlern zufolge wohl auf seinem Jagdsitz im Wald bei Johanniskreuz (Kreis Kaiserslautern) gestanden, während seine doppelläufige Flinte entweder unten stand oder ihm herunterfiel. Eine Erschütterung sorgte mutmaßlich dafür, dass die Waffe unabsichtlich auslöste. Die beiden abgefeuerten Kugeln drangen daraufhin von unten in die Seite seines Körpers ein und traten oben am Hals wieder aus.
Zwei Jagdkollegen entdeckten den regungslosen Mann, als sie ihn nach der Drückjagd abholen sollten. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen kam für den 48-Jährigen nach Polizeiangaben jede Hilfe zu spät. Daraufhin wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.