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Torhüterin Grohs verlässt Bayern-Frauen im Sommer

Bayern-Ersatztorhüterin Grohs sucht eine neue Herausforderung. In München gewann sie in sieben Jahren fünf Meistertitel - und überstand eine persönlich dramatische Situation.

05.05.2026

Wird den FC Bayern im Sommer verlassen: Torhüter Mala Grohs. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

Wird den FC Bayern im Sommer verlassen: Torhüter Mala Grohs. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Torhüterin Maria Luisa Grohs wird die Fußballerinnen des FC Bayern im Sommer nach sieben Jahren verlassen. Das gab der deutsche Meister bekannt und kündigte im letzten Heimspiel der Saison am kommenden Samstag gegen Eintracht Frankfurt einen „gebührenden Abschied“ für die 24-Jährige an. Grohs war in München hinter der deutschen Nationalmannschafts-Ersatztorhüterin Ena Mahmutovic zuletzt nur die Nummer zwei gewesen.

Grohs war im Herbst 2024 wegen einer Krebserkrankung in der Mandel und in Lymphknoten ausgefallen, was zu viel Anteilnahme im deutschen Fußball führte. Sie wurde erfolgreich operiert und gab vier Monate später das Comeback. „Ihre schwere Erkrankung hat uns alle sehr getroffen, doch Mala hat mit beeindruckender Stärke, Mut und großer Positivität immer weitergemacht und damit vielen Menschen ein Vorbild gegeben“, sagte Bianca Rech, Frauenfußball-Direktorin der Bayern.

Fünf Bundesliga-Titel, ein Pokalsieg, zwei Supercup-Erfolge

Sie lobte zudem die Entschlossenheit und die Disziplin von Grohs. „Mit uns hat sie bisher fünf Meistertitel, einen DFB-Pokalsieg und zwei Supercup-Erfolge gefeiert und war an vielen besonderen Momenten unserer Mannschaft entscheidend beteiligt“, sagte Rech.

Die Torfrau war 2019 vom VfL Bochum nach München gekommen. Wohin es sie nun zieht, das wurde zunächst nicht bekannt. „Der FC Bayern ist für mich zu einer Heimat geworden“, sagte Grohs laut Mitteilung.

Grohs: „Stolz und Dankbarkeit“

„Wenn ich auf meine sieben Jahre hier zurückblicke, denke ich an unzählige kleine Momente in der Kabine, an unsere Titelgewinne und meine ersten Schritte im Profifußball“, ergänzte sie. „Der Weg ging nicht immer schnurgeradeaus, hat mir an verschiedenen Stellen alles abverlangt und dafür an anderen umso mehr zurückgegeben. Jetzt kann ich gesund nach vorne schauen und voller Stolz und Dankbarkeit zurückblicken.“