dpa

Tödlicher Streit in Berliner Firma - 37-Jähriger vor Gericht

Mehrere Männer vereinbaren ein Treffen in den Büroräumen einer Firma. Es geht um einen Mitarbeiter. Doch der Streit eskaliert. Plötzlich treffen den Chef Messerstiche. Nun steht ein Mann vor Gericht.

18.09.2026

Fünf Monate nach einer tödlichen Messerattacke auf einen 25-jährigen Geschäftsführer steht der mutmaßliche Täter vor Gericht. (Symbolbild) Soeren Stache/dpa

Fünf Monate nach einer tödlichen Messerattacke auf einen 25-jährigen Geschäftsführer steht der mutmaßliche Täter vor Gericht. (Symbolbild) Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Nach dem Tod eines 25-jährigen Mannes in den Räumen einer Firma steht ein 37-Jähriger vor dem Landgericht Berlin. In einer handgreiflichen Auseinandersetzung soll er den Chef des Unternehmens mit einem Messer attackiert haben. Die Anklage lautet unter anderem auf Totschlag. Zu Prozessbeginn schwieg der 37-Jährige zu den Vorwürfen.

Mehrere Männer sollen sich am Abend des 16. April dieses Jahres in den Büroräumen eines Unternehmens im Bereich der Personenbeförderung in Berlin-Gesundbrunnen getroffen haben. Dabei soll der Angeklagte seinen 34-jährigen Bruder begleitet haben, der damals als Fahrer in der Firma tätig gewesen sei. Auslöser des Streits sei die Tätigkeit des 34-Jährigen gewesen. 

„Kraftvolle“ Stiche in den Oberkörper

In einer schließlich handgreiflichen Auseinandersetzung soll der 37-Jährige dem Geschäftsführer mit einem 30 Zentimeter langen Messer mehrfach und „kraftvoll“ in den Oberkörper gestochen haben - „wobei er den Tod des Mannes zumindest billigend in Kauf nahm“, so die Anklage. Der 25-Jährige starb noch am Tatort. Zwei weitere Männer, die ihn begleitet haben sollen, seien durch Schnitte verletzt worden.

Der mutmaßliche Täter flüchtete nach damaligen Angaben der Polizei mit seinem Bruder und einer Frau in einem Auto. Sie konnten kurz darauf von Polizisten gefasst werden. Weil auch die beiden Brüder verletzt waren, seien sie zunächst in einem Krankenhaus behandelt worden. Der 37-Jährige mit iranischer Staatsangehörigkeit befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess wird am 9. Oktober fortgesetzt.