dpa

Tod im U-Bahnhof wird Thema der Bürgerschaft

Die Tat hat die Menschen in Hamburg und weit darüber hinaus erschütter. Nun wird sich auch die Bürgerschaft mit dem Tod einer 18-Jährigen, die vor eine U-Bahn gezerrt wurde, befassen.

09.02.2026

Die Tat vom U-Bahnhof Wandsbek beschäftigt auch die Hamburgische Bürgerschaft. (Archivbild)Daniel Bockwoldt/dpa

Die Tat vom U-Bahnhof Wandsbek beschäftigt auch die Hamburgische Bürgerschaft. (Archivbild)Daniel Bockwoldt/dpa

© Daniel Bockwoldt/dpa

Der gewaltsame Tod einer 18-Jährigen, die in der vorletzten Woche von einem 25 Jahre alten Flüchtling aus dem Südsudan mit vor eine einfahrende U-Bahn in den Tod gerissen wurde, beschäftigt auch die Hamburgische Bürgerschaft. Die Fraktionen von SPD, Grünen, CDU und AfD haben die Tat für die Aktuelle Stunde angemeldet - allerdings mit deutlich unterschiedlichem Zungenschlag.

Während die AfD, die in der Sitzung am Mittwoch das erste Anmelderecht hat, von einer „schrecklichen Gewaltspirale“ an den Bahnhöfen und „tödlichen Folgen verfehlter Migrationspolitik“ spricht, heißt es im Titel der Anmeldung von SPD und Grünen: „Wir trauern mit den Angehörigen und treten der politischen Instrumentalisierung durch AfD und CDU entgegen.“ 

Die CDU will laut ihrer Anmeldung die „Sicherheit an Bahnhöfen stärken und entschlossen handeln“.

Täter war laut Staatsanwaltschaft bereits zuvor straffällig geworden 

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 25 Jahre alte Südsudanese die ihm unbekannte 18-Jährige mit iranischer Staatsbürgerschaft im U-Bahnhof Wandsbek-Markt am Donnerstag vorvergangener Woche gepackt und sich mit ihr vor einen einfahrenden Zug geworfen. Beide starben noch am Tatort.

Der Mann war 2024 im Rahmen des humanitären Resettlement-Programms der Bundesregierung nach Deutschland gekommen und laut Staatsanwaltschaft bereits zuvor strafrechtlich in Erscheinung getreten.