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Tischner: Einsparungen durch Hochschulreform brauchen Zeit

In Thüringen wird über engere Kooperation zwischen Hochschulen diskutiert. Das soll künftig Geld sparen. Der Wissenschaftsminister dämpft aber etwas die Erwartungen.

12.03.2026

Wissenschaftsminister Christian Tischner (CDU) sieht Reformbedarf. (Archivbild)Hannes P. Albert/dpa

Wissenschaftsminister Christian Tischner (CDU) sieht Reformbedarf. (Archivbild)Hannes P. Albert/dpa

© Hannes P. Albert/dpa

Die erhofften Einsparungen durch engere Zusammenarbeit von Hochschulen brauchen aus Sicht von Wissenschaftsminister Christian Tischner (CDU) Zeit. „Diese Effekte werden erst mittel- und langfristig eintreten“, sagte er am Rande der Landeswissenschaftskonferenz. Trotzdem sei es jetzt wichtig zu handeln. „Weil, wenn wir jetzt nichts tun, haben wir in 10, 15 Jahren richtig das Problem und dann müssen wir vielleicht wirklich darüber nachdenken, wie man mit Hochschulstandorten umgeht.“

In Thüringen wird derzeit über eine neue Rahmenvereinbarung zwischen Land und Hochschulen ab dem Jahr 2027 diskutiert. Darin geht es nicht nur darum, wie viel Geld die Hochschulen künftig vom Land erhalten, sondern auch um mehr Zusammenarbeit etwa in Verbünden. Die einzelnen Hochschulstandorte sollen aber erhalten bleiben. 

Das Ziel sei, auch im ländlichen Raum die kleineren Fachhochschulen zu stärken, sagte Tischner weiter. „Aber dazu müssen wir jetzt gemeinsam unsere Hausaufgaben machen.“ Es sei gut, dass es unter den Hochschulen eine große Offenheit für diesen Weg gebe. 

Finanzlage: „Es wird enger“

In den vergangenen Jahren waren die Landesgelder für die Hochschulen jährlich um vier Prozent angehoben worden. Dieses Jahr sind es noch 3,5 Prozent. Für kommendes Jahr ist im Haushalt nur noch eine Steigerung von 1,2 Prozent vorgesehen. 

Tischner sagte dazu: „Wir haben die Hinweise, die Hochschulen würden schon hinkommen, aber es wird enger.“ Wenn jetzt tatsächlich neue Strukturen erarbeitet werden, sei er aber auch bereit, auch finanziell weiterzukämpfen. Gut sei, dass die Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst nicht so hoch ausgefallen seien wie zunächst befürchtet. Es gebe auch das Argument, dass die Hochschulen noch Reserven haben - das müsse man aber genau prüfen.