dpa

Tierheim Dresden vermittelt 417 seiner Bewohner

Manche Bewohner gelten als schwer vermittelbar, andere sind schon nach kurzer Zeit wieder weg. Das Tierheim Dresden hat im vergangenen Jahr Hunderten Tieren ein neues Zuhause beschert.

06.03.2026

Das Tierheim Dresden hat 2025 mehr als 400 seiner Bewohner an neue Halter vermitteln können. Sebastian Kahnert/dpa

Das Tierheim Dresden hat 2025 mehr als 400 seiner Bewohner an neue Halter vermitteln können. Sebastian Kahnert/dpa

© Sebastian Kahnert/dpa

Das Tierheim Dresden hat im vergangenen Jahr 417 (Vorjahr: 538) seiner Bewohner vermittelt und ihnen damit eine neue Heimat beschert. Rund die Hälfte davon (52 Prozent) waren Katzen, dazu kamen 11 Prozent Hunde und 37 Prozent andere Tiere, teilte die städtische Einrichtung bei ihrer Bilanz mit. Pro Woche erreichen das Tierheim etwa 100 Anfragen. Insgesamt gibt es hier 60 Plätze für Hunde, 90 für Katzen und 100 für andere Arten. Der städtische Zuschuss lag bei rund 235.000 Euro.

Es werden vor allem Katzen vermittelt. Sebastian Kahnert/dpa

Es werden vor allem Katzen vermittelt. Sebastian Kahnert/dpa

© Sebastian Kahnert/dpa

„Animal-Hoarding“ - viel zu viele Tiere in einer Wohnung 

2025 nahm das Dresdner Tierheim 861 neue Bewohner auf, darunter 191 Hunde und 383 Katzen. Im Jahr zuvor waren es insgesamt 949. Rund 300 wurden als Fundtiere abgegeben. Auch mit zwei Fällen von Animal-Hoarding sah man sich konfrontiert. Darunter versteht man das zwanghafte Halten einer Vielzahl von Tieren. Aus einer Wohnung wurden beispielsweise 45 Katzen geborgen, die sich nach Aussagen von Lutz Meißner, Abteilungsleiter für Tierschutz und Tierseuchenbekämpfung im Veterinäramt, alle in einem erstaunlich guten Zustand waren. Der andere Fall betraf 42 Tauben. 

Einige der Hunde im Dresdner Tierheim gelten wegen Verhaltensauffälligkeiten als schwer vermittelbar. Sebastian Kahnert/dpa

Einige der Hunde im Dresdner Tierheim gelten wegen Verhaltensauffälligkeiten als schwer vermittelbar. Sebastian Kahnert/dpa

© Sebastian Kahnert/dpa

Auch mit aggressiven Tierhaltern bekamen es die neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu tun. Ein Mann versuchte mehrfach seinen Hund wieder abzuholen, der als Zwangspflege hier untergebracht war. 

Nach einer Erhöhung der Aufnahmegebühren konnte das Tierheim die Einnahmen auf knapp 199.000 Euro steigern. Im Jahr zuvor lag die Summe bei rund 139.000 Euro. Aktuell stehen 44 Tiere zur Vermittlung an. Über das Angebot können sich Tierfreunde auf der Website der Einrichtung informieren.