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Thüringer Regierungschef will „AfD-Code“ knacken

Mario Voigt setzt auf konkrete Ergebnisse, um der AfD in Thüringen bis 2029 entgegenzutreten. Was der CDU-Politiker unter dem „AfD-Code“ versteht, und wie er ihn auflösen will.

14.09.2026

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) will gegen die AfD mit Ergebnissen bei der Regierungsarbeit bestehen. (Archivbild)Michael Kappeler/dpa

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) will gegen die AfD mit Ergebnissen bei der Regierungsarbeit bestehen. (Archivbild)Michael Kappeler/dpa

© Michael Kappeler/dpa

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt will bis zur nächsten regulären Landtagswahl 2029 mit dem Prinzip Hoffnung durch Ergebnisse der AfD entgegentreten. „Ich bin mir sicher: Bis 2029 knacken wir in Thüringen den Code der AfD“, sagte der CDU-Politiker in einem Interview mit der „Zeit“. Die AfD stifte Hoffnung durch Abgrenzung, erläuterte Voigt das, was er AfD-Code nannte. Diese Partei verspreche allen alles, sie sei überall präsent, und sie erzähle Politik so, dass sie mehr Leute erreiche als andere Parteien. „Unsere Antwort kann nur lauten: Hoffnung durch Ergebnisse“, betonte Voigt. 

Der 49-Jährige sagte zum Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Deutschland habe mit voller Wicht eine gesellschaftliche Veränderung getroffen, die unter der Oberfläche schon sehr lange geschwelt habe. „Es ging auch um Frust, auch gegenüber der Politik in Berlin“, sagte Voigt. Wenn knapp 44 Prozent der Menschen eine gesichert rechtsextreme Partei wählten, dann gehe es um mehr als ein Kommunikationsproblem der Bundesregierung. „Die AfD wurde in Sachsen-Anhalt als Partei der Hoffnung.“ Die Probleme liegen seiner Meinung nach tiefer. „Es geht um die Frage: Fühlen sich die Menschen mit ihren Lebensentwürfen noch gesehen, gewürdigt und ernst genommen?“

Mario Voigt hatte in Thüringen im Jahr 2024 Deutschlands erste Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD geschmiedet. Nach dem Zerbrechen der BSW-Fraktion regiert er mit der Abspaltung Thüringen.Gerecht weiter.