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Thüringer HC verspielt Europapokal-Triumph

Die Thüringer Bundesliga-Handballerinnen können ihren Titel in der European League nicht verteidigen. Nach dominantem Start im Finale gegen Dijon brechen sie nach der Pause komplett ein.

17.05.2026

Acht Tore von Johanna Reichert reichten nicht. (Archivbild)Marijan Murat/dpa

Acht Tore von Johanna Reichert reichten nicht. (Archivbild)Marijan Murat/dpa

© Marijan Murat/dpa

Die Handballerinnen des Thüringer HC haben den erneuten Triumph in der European League auf dramatische Weise verspielt. Das Team Trainer Herbert Müller verlor beim Final Four in Dijon das Endspiel gegen Gastgeber JDA Bourgogne Dijon Handball nach einer dominanten ersten Hälfte noch mit 25:29 (15:6). Johanna Reichert war mit acht Toren die beste Werferin des Bundesligisten.

Die Thüringerinnen starteten furios in die Partie. Sie nutzten ihre Chancen im Angriff konsequent und lähmten mit ihrer beweglichen Abwehr den Spielfluss der Französinnen, die zwischenzeitlich fast elf Minuten ohne Treffer blieben. Nach 16 Minuten führte der THC bereits mit 11:2. Wenig später musste jedoch Regisseurin Natsuki Aizawa mit einer Verletzung im Gesicht vom Feld. Der Bundesligist tat sich im Angriff fortan deutlich schwerer, konnte sich aber zunächst auf seine überragende Torhüterin Laura Kuske verlassen, die zur Pause bereits bei zehn Paraden stand. 

Nach dem Wechsel präsentierte sich Dijon wie verwandelt und verkürzte mit einem 6:1-Lauf auf 12:16 (37.). Müller reagierte mit einer Auszeit, doch dem THC gelang es auch in der Folge nicht, das Tempospiel der Französinnen einzudämmen. So ging Dijon in der 53. Minute erstmals in Führung (22:21). Die Thüringerinnen konnten nichts mehr entgegensetzen und verloren am Ende noch deutlich.