Thüringer Bergwacht im Winter zu 150 Einsätzen gerufen
Besonders auf den Skipisten im Freistaat waren die Ehrenamtler gefordert. Aber auch in anderen Bereichen war die Hilfe gefragt.
Die Bergwacht war oft auf der Piste gefordert. (Archivbild)Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa
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Arbeitsreicher Winter für Thüringens Bergretter: Insgesamt 150 Mal sind die Ehrenamtler zu Einsätzen im Thüringer Wald, der Rhön und im Südharz gerufen worden. Damit habe sich die Einsatzbelastung im Vergleich zur schneearmen Vorsaison erhöht, hieß es von der DRK-Bergwacht Thüringen. Am häufigsten seien Skiläufer auf der Piste (57 Einsätze) und Winterwanderer (20 Einsätze) verunglückt. Auch zum Saisonabschluss vergangenes Wochenende sei die Bergwacht noch einmal bei einem Skiunfall im Einsatz gewesen.
Viele Einsätze in beschneiten Skigebieten
Daniel Fritzsche, Referent Bergwacht im DRK-Landesverband Thüringen, sagte zu den Zahlen: „Die Witterungs- und Wintersportbedingungen spiegeln sich deutlich im Einsatzgeschehen wider.“ Wintersport sei in dieser Saison nur an rund 40 Tagen auf Naturschnee möglich gewesen. Viele Sportler konzentrierten sich daher auf beschneite Skigebiete, wo die Bergwacht besonders häufig gefordert gewesen sei.
In elf Fällen wurde die Bergwacht zu Langlauf-Unfällen gerufen, in neun Fällen waren Snowboarder betroffen. Zudem verunglückten fünfmal Rodler und zweimal Winterkletterer. Ferner halfen die Ehrenamtlichen auch Dutzende Male im Sanitätsdienst bei Veranstaltungen, wie etwa bei den Weltcupveranstaltungen in Oberhof.
Die DRK-Bergwacht Thüringen umfasst 24 Bergwachten und rund 240 aktive ehrenamtliche Einsatzkräfte. Das Einsatzgebiet erstreckt sich entlang des Rennsteigs vom Wartburgkreis bis in den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sowie über Teile der Rhön und des Südharzes. Die Bergretterinnen und Bergretter sind 365 Tage im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit.