dpa

Telefonseelsorge für Studenten schenkt Zeit und Mitgefühl

Seit 50 Jahren bietet die Studentische Telefonseelsorge in Hamburg ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte – und das nicht nur für Studierende aus der Hansestadt.

10.10.2026

Die Studentische Telefonseelsorge in Hamburg wird 50 Jahre alt. (Symbolbild)Soeren Stache/dpa

Die Studentische Telefonseelsorge in Hamburg wird 50 Jahre alt. (Symbolbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Seit 50 Jahren kümmert sich die Studentische Telefonseelsorge der Evangelischen Studierendengemeinde Hamburg um die Sorgen und Nöte der an den Hamburger Universitäten eingeschriebenen Studentinnen und Studenten. Am 17. Oktober wird dieses Jubiläum mit einem Gottesdienst unter dem Motto „Seit 50 Jahren ein offenes Ohr“ in der Hauptkirche St. Katharinen gefeiert.

In einer Zeit, in der Einsamkeit und seelische Belastungen zunehmen, sei das Engagement der Studentischen Telefonseelsorge von unschätzbarem Wert, sagt Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck sowie Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): „Studierende schenken hier anderen, was oft unterschätzt wird: Zeit und Aufmerksamkeit - unzählige Minuten voller Vertrauen, Mitgefühl und menschlicher Nähe.“

Etwa 50 Studierende kümmern sich um die jährlich gut 2.000 Anrufe, leisten Unterstützung und Hilfestellung zu Fragen aus dem persönlichen, aber auch aus dem studentischen Bereich. Es seien aber nicht nur Studierende aus der Hansestadt, die Rat suchen, hieß es in einer Pressemitteilung: „Die Anruferinnen und Anrufer stammen aus dem ganzen Bundesgebiet und aus allen Altersgruppen.“

Pastorin Gisela Groß-Ikkache, die die Studierendenseelsorge heute zusammen mit Pastor und Psychotherapeut Christof Jaeger leitet, lobt das Engagement der Ehrenamtler: „Gerade in der heutigen Zeit hoher Arbeitsverdichtung im Studium ist es eine großartige Leistung Studierender, sich für vier Semester Mitarbeit zu verpflichten. Diese Dauer ist notwendig, da wir die studentischen Telefonseelsorgenden intensiv ausbilden.“