Tausende demonstrierten: Bilanz der Gen-Z-Proteste
Bildung, Gesundheit, Klimaschutz und ein bezahlbares Leben - dafür geht die Initiative „Gen Z regelt“ auf die Straße. Ihrem Aufruf sind in Niedersachsen und Bremen Tausende gefolgt. Eine Übersicht.
Die Demonstration in Hannover verlief weitgehend friedlich. Michael Matthey/dpa
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Tausende Menschen sind am Samstag in Niedersachsen und Bremen auf die Straße gegangen - nach einem Aufruf der Initiative „Gen Z regelt“. Diese fordert mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie, Maßnahmen für soziale Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz. Die Einführung einer Wehrpflicht lehnt sie ab.
Bundesweit gab es Demonstrationen - mancherorts mit gewalttätigen Szenen. Vor allem in Frankfurt und Köln kam es zu Ausschreitungen. In Berlin gab es Flaschen- und Böllerwürfe. In einigen Städten setzte die Polizei Wasserwerfer ein. Wie war die Lage in Niedersachsen und Bremen?
Demo in Hannover ist weitgehend friedlich - Polizist leicht verletzt
An der Demonstration in Hannover beteiligten sich nach Angaben der Polizei etwa 5.800 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, ein Sprecher von „Gen Z regelt“ sprach von etwa 7.000 Menschen. Die Veranstaltung blieb weitgehend friedlich, allerdings wurden mehrfach Nebeltöpfe und Pyrotechnik gezündet. Die Polizei stoppte den Demonstrationszug jeweils kurz, um die mutmaßlichen Täter zu identifizieren. Einige Protestierende trugen medizinische Masken. Wegen des Vermummungsverbots mussten sie diese absetzen.
Nach dem Ende der Versammlung wurden zwei Beamte mit Böllern beworfen, einer davon wurde leicht verletzt, konnte aber weiterarbeiten. Die Täter seien bislang unbekannt, so die Polizeisprecherin. Bei der Versammlung gab es laut Polizei zu wenige Ordner. Die Beamten leiteten deshalb ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Versammlungsleitung ein.
In Bremen kam es zu einzelnen Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und Polizei. Focke Strangmann/dpa
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In Bremen wird ein Polizist leicht verletzt
In der Hansestadt demonstrierten laut Polizei rund 2.800 Menschen überwiegend friedlich. Nach dem Ende der Demonstration kam es zu Auseinandersetzungen mit Randalierern. Ein Polizist wurde leicht verletzt, war aber weiter dienstfähig. Beamte nahmen mehrere Personen vorübergehend fest und leiteten Verfahren gegen Verdächtige ein - etwa wegen Körperverletzung, Beleidigung, Bedrohung, Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und tätlicher Angriffe auf Vollstreckungsbeamte.
Nach dem Ende der Demo attackieren mehrere Personen Polizisten
Wie die Polizei mitteilte, fielen während der Demonstration mehrere Menschen durch aggressives Verhalten und polizeifeindliche Parolen auf. Es wurden Pyrotechnik und Rauchtöpfe gezündet, Böller auf Einsatzkräfte geworfen. Nach dem Ende der Demonstration stellte die Polizei einen Verdächtigen, der mutmaßlich Pyrotechnik gezündet hatte. Daraufhin attackierten mehrere Personen die Polizisten mit Tritten und Schlägen, wie ein Polizeisprecher berichtete. Demnach wurden auch Flaschen auf Polizeikräfte geworfen und Müllcontainer angezündet. Mit einem Wasserwerfer löschten die Beamten das Feuer. Eine Gruppe soll auch Autos beschädigt haben.
Friedliche Demonstration in Göttingen
Die Polizei Göttingen zählte bei der Demonstration rund 800 Menschen. Diese verhielten sich friedlich und kooperativ, sagte ein Polizeisprecher. Einmal sei es zu einem Abbrennen von Pyrotechnik gekommen. Andere Verstöße gab es demnach nicht.
Die Initiative „Gen Z regelt“ ist gegen Gewalt
„Wir sind junge Menschen, die nicht länger zusehen wollen, wie ohne uns über unsere Zukunft entschieden wird“, heißt es auf der Webseite von „Gen Z regelt“. Die Generation Z umfasst je nach Definition junge Erwachsene, die zwischen Ende der 1990er und den frühen 2010er Jahren geboren wurden. Die Initiative positioniert sich gegen Gewalt und Extremismus. „Unser Protest ist friedlich, ohne Ausnahme“, heißt es.
Die Mehrheit der Protestierenden in Bremen verhielt sich friedlich.Focke Strangmann/dpa
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In Hannover gingen fast 6.000 Menschen auf die Straße.Michael Matthey/dpa
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In Bremen kam es vereinzelt zu Ausschreitungen. Die Polizei war mit Wasserwerfern vor Ort.Focke Strangmann/dpa
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Zahlreiche Polizeikräfte waren in Bremen im Einsatz, um die Demonstration abzusichern. Focke Strangmann/dpa
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