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Tausende Unterrichtsstunden fallen wegen Hitzefrei aus

Hohe Temperaturen machen es Schülerinnen und Schülern in aufgeheizten Klassenräumen schwer, dem Unterricht zu folgen. Dann gibt es verkürzten Unterricht oder Hitzefrei – wie viel eigentlich?

30.08.2026

Oft wird der Unterricht verkürzt und damit Ausfall vermieden. (Symbolbild)Bernd Weißbrod/dpa

Oft wird der Unterricht verkürzt und damit Ausfall vermieden. (Symbolbild)Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Weil es zu heiß ist zum Lernen, fallen an den Schulen in Sachsen-Anhalt jedes Jahr tausende Stunden Unterricht aus. Im Schuljahr 2025/26 kamen durch Hitzefrei landesweit gut 3.800 nicht planmäßig erteilte Stunden zusammen, wie das Bildungsministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Susan Sziborra-Seidlitz antwortete. Im Schuljahr zuvor seien zusammen mehr als 5.500 Stunden Ausfall registriert worden, im Schuljahr 2023/24 rund 2.100 Stunden.

Hitzefrei sorgt für Tausende Stunden Unterrichtsausfall jedes Jahr, heißt es aus dem Bildungsministerium. (Symbolbild)Jan Woitas/dpa

Hitzefrei sorgt für Tausende Stunden Unterrichtsausfall jedes Jahr, heißt es aus dem Bildungsministerium. (Symbolbild)Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Oftmals verkürzen Schulen den Unterricht bei hohen Temperaturen, dann entsteht statistisch kein Ausfall. In beiden Fällen wird nicht so viel Unterrichtsstoff vermittelt und geübt wie vorgesehen. Laut dem aktuellen Erlass gilt: Herrschen um 11.00 Uhr in einem repräsentativen Unterrichtsraum 26 Grad oder mehr, kann der Unterricht nach der fünften Stunde beendet werden.

Wie sich die Temperaturen in den Schulgebäuden und auf den Schulgeländen entwickelt haben, werde nicht erfasst, so das Ministerium. Schulträger seien zumeist die Gemeinden, Landkreise und kreisfreien Städte. Daher könne man auch nichts zur technischen Ausrüstung etwa mit Klimaanlagen oder anderen Hitzeschutzmaßnahmen sagen. Es gebe keine Anforderungen hinsichtlich Klimaanpassung und sommerlichem Wärmeschutz für Schulen. „Verbindliche Standards sind nicht geplant.“