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Tausende Euro Schaden bei Feuerwehren durch Einbrüche in MV

Immer wieder brechen Diebe in Feuerwehrgebäude in Mecklenburg-Vorpommern ein und stehlen Werkzeuge. Worauf die Täter es abgesehen haben.

16.09.2026

Das Engagement gerade der Freiwilligen Feuerwehr verdiene Schutz und Respekt, sagte Pegel. (Illustration)Jens Büttner/dpa

Das Engagement gerade der Freiwilligen Feuerwehr verdiene Schutz und Respekt, sagte Pegel. (Illustration)Jens Büttner/dpa

© Jens Büttner/dpa

Seit Jahresbeginn sind in Mecklenburg-Vorpommern Kriminelle offiziellen Angaben nach siebenmal bei Feuerwehren eingebrochen, um Werkzeuge und Ähnliches zu stehlen. Das teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) der Deutschen Presse-Agentur mit.

2025 gab es demnach 5 Fälle dieser Art, 2024 verzeichnete die Polizei sogar 19 Einbruchsdiebstähle bei der Feuerwehr in MV. Die Zahlen stammen nach Angaben des Sprechers aus der polizeilichen Eingangsstatistik. Ein bundesweiter Vergleich sei daher nur eingeschränkt möglich.

Beliebtes Diebesgut: Spreizer

Laut LKA werden dabei bundesweit immer wieder sogenannte Spreizer entwendet. Hydraulische oder akkubetriebene Spreizer kommen vor allem zum Einsatz, um eingeklemmte Unfallopfer aus Autos zu befreien. Mit dem Werkzeug können schwere Lasten bewegt und harte Materialien auseinandergedrückt oder geöffnet werden. In MV hätten Täter es auf Spreizer abgesehen, mit denen man auch Schließfächer aufbrechen könne.

Dem Sprecher zufolge sind auch andere Werkzeuge wie Äxte, Trenn- oder Akkuscheren, Notfall-Equipment sowie Bargeld beliebt.

Innenminister Christian Pegel bezeichnete Einbrüche dieser Art als Angriff auf die Gemeinschaft und die Sicherheit der Menschen im Land. „Wer Einsatzfahrzeuge oder lebenswichtige Ausrüstung entwendet, verursacht nicht nur materiellen Schaden, sondern kann im schlimmsten Fall Menschenleben gefährden“, sagte der SPD-Minister. Wenn Geräte wie etwa Rettungsspreizer im Notfall fehlten, könne das bei der Rettung eingeklemmter Menschen wertvolle Zeit kosten. 

Tausende Euro Schaden

Im Juli etwa hatten unbekannte Täter aus den Lagerräumen der Freiwilligen Feuerwehr Dummerstorf Spezialwerkzeug entwendet, wie die Polizei Rostock mitteilte. Demnach entstand ein Schaden im Wert von mehreren Tausend Euro. 

Auch bei der Freiwilligen Feuerwehr in Gehlsdorf wurde im Juli eingebrochen. Die Täter stahlen verschiedene technische Geräte aus den Feuerwehrfahrzeugen, wie es hieß. Dabei soll ein Sachschaden von 40.000 Euro entstanden sein. Nach Angaben des LKA ist dies die höchste registrierte Schadenssumme durch Einbrüche dieser Art im Jahr 2026.

Die mitunter hohen Schäden entstünden dabei häufig nicht durch gestohlenes Material, sondern durch den Einbruch selbst. In Gehlsdorf beschädigten die Einbrecher so ein Rolltor.