Tat auf offener Straße: 22-Jähriger in Trier getötet
Bei einem tödlichen Messerangriff in Trier wird ein Student getötet. Der mutmaßliche Täter wird festgenommen. Was steckt hinter der Tat?
Der Tatverdächtige wurde nach kurzer Fahndung festgenommen. Floria Blaes/dpa
© Floria Blaes/dpa
Auf offener Straße ist ein Student in Trier tödlich verletzt worden. Der 22-Jährige wurde von einem Gleichaltrigen angegriffen, wie die Polizei mitteilte. Dabei sei auch ein Messer eingesetzt worden. Das Opfer sei noch vor Ort in der Robert-Schuman-Allee von Rettungskräften reanimiert worden, habe den Vorfall jedoch nicht überlebt.
Der Tatverdächtige sei nach der Tat am Morgen zunächst geflüchtet, sei jedoch nach kurzer Fahndung von der Polizei aufgefunden und festgenommen worden. Der Afghane sei weiterhin in polizeilichem Gewahrsam, sagte ein Polizeisprecher. Wann Untersuchungshaft angeordnet werden könne, war unklar. Zunächst müssten Spuren und Zeugenaussagen ausgewertet werden.
Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger eingerichtet
„Die Tat wurde von mehreren Zeugen beobachtet, da sie sich auf offener Straße ereignete“, hieß es. Die Zeugen wurden vor Ort durch Notfallseelsorger betreut, die Polizei habe zudem eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger auf der Robert-Schuman-Allee eingerichtet. „Die Anlaufstelle richtet sich an alle Personen, die sich von der Tat betroffen fühlen und einen Ansprechpartner suchen.“
Der Bereich um die Robert-Schuman-Allee war am Morgen weiträumig gesperrt worden. Es bestand keine Gefahr für Dritte, hieß es. Zu den Hintergründen der Tat konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Aktuell werte man Zeugenaussagen zu möglichen Hintergründen aus. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen übernommen.
Gedenkmininute der Hochschule am Donnerstag
Nach Angaben der Universität Trier war das Opfer Student der Hochschule. „Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben wir erfahren, dass ein Studierender unserer Universität am 15. Juli 2026 Opfer eines Tötungsdelikts geworden ist“, hieß es am Abend auf der Homepage der Uni.
„Ein solches Ereignis erschüttert uns als Universitätsgemeinschaft zutiefst. Der Verlust eines jungen Menschen reißt eine schmerzliche Lücke in unsere Gemeinschaft und macht uns fassungslos. Wir trauern um einen Angehörigen unserer Universität und stehen in stillem Gedenken zusammen“, hieß es weiter.
Die Startseite des Internet-Auftritts der Hochschule war am Abend schwarz. Zu lesen war der Text: „Die Universitätsgemeinschaft trauert.“ Am Donnerstagsmittag ist eine Gedenkminute geplant.