Tarifverhandlungen für Brandenburger Nahverkehr gestartet
In allen Ländern beginnen Tarifverhandlungen mit Verkehrsunternehmen - auch in Brandenburg. Welche Forderungen hat Verdi und was hat das mit den Koalitionsverhandlungen von SPD und CDU zu tun?
Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten kommunaler Verkehrsunternehmen im öffentlichen Nahverkehr beginnen in Brandenburg. (Symbolbild)Soeren Stache/dpa
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Zum Start der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr in Brandenburg ist keine Annäherung zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern zustande gekommen. Verdi fordert in den heute gestarteten Gesprächen eine geringere Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, deutlich mehr Entgelt inklusive einer Jahressonderzahlung und mehr Urlaub.
Die Kommunen stünden in der Pflicht, die Kosten des Tarifergebnisses wieder reinzuholen, teilte die Gewerkschaft mit. „Damit die Kommunen dieser Pflicht nachkommen können, ist das Land Brandenburg gefordert, ausreichend finanzielle Mittel bereitzustellen.“ CDU und SPD müssten dies in ihren Koalitionsverhandlungen berücksichtigen.
Arbeitgeber: Verdi-Forderungen nicht umsetzbar
Der Kommunale Arbeitgeberverband Brandenburg teilte mit, die Tarifforderungen der Gewerkschaft Verdi seien nicht leistbar. Das Volumen der Forderungen würde zu Personalkostensteigerungen von rund 27 Prozent führen. Die Verhandlungen gehen am 3. Februar weiter.
In allen Ländern stehen Tarifverhandlungen in der Branche an. Betroffen sind laut Verdi fast 150 kommunale Verkehrsunternehmen.
Minister: Mehr Geld für die Bahn
Verkehrsminister Detlef Tabbert, der kürzlich aus dem BSW ausgetreten war, hält mehr Geld für die Bahn für nötig. „Wir geben zu wenig Geld in die Bahn-Infrastruktur“, sagte er der „Berliner Zeitung“ (Samstag).
Er warnte vor einer weiteren Erhöhung des Deutschlandtickets, das derzeit 63 Euro kostet. „Aus meiner Sicht wären 69 oder 70 Euro pro Monat jedoch die Schmerzgrenze“, sagte Tabbert. „Sonst würde dem Deutschlandticket ein Begräbnis zweiter Klasse drohen.“