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Sturm- und Hagelschäden kosten im Südwesten besonders viel

Sturm- und Hagelschäden schlagen in Baden-Württemberg pro Fall deutlich stärker zu Buche als andernorts. Die Versicherer müssen sich auf den Klimawandel einstellen.

15.10.2026

Sturm- und Hagelschäden kosten in Baden-Württemberg besonders viel. (Symbolbild)Thomas Warnack/dpa

Sturm- und Hagelschäden kosten in Baden-Württemberg besonders viel. (Symbolbild)Thomas Warnack/dpa

© Thomas Warnack/dpa

Die Versicherer haben bei einem Sturm- oder Hagelschaden in Baden-Württemberg 2025 besonders viel zahlen müssen. Im Schnitt kostete es sie pro Fall rund 3.300 Euro, bundesweit waren es 2.100 Euro, wie aus dem neuen Naturgefahrenreport des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorging.

Insgesamt verursachten Sturm und Hagel im Land im vergangenen Jahr einen Schadenaufwand von 200 Millionen Euro, nach Nordrhein-Westfalen der zweithöchste Wert aller Länder.

Die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach sagte, Sturzfluten, Starkregen, schwere Stürme und immer mehr Hitzetage zeigten, dass man sich auf veränderte Risiken einstellen müsse. „Wir Versicherer gehen davon aus, dass sich die Schäden infolge des Klimawandels bis 2050 mindestens verdoppeln könnten.“

Wie groß die regionalen Unterschiede ausfallen, zeigt der Vergleich mit Schleswig-Holstein. Dort kostete ein Sturm- oder Hagelschaden 2025 im Schnitt rund 1.200 Euro. In Baden-Württemberg war die Summe fast dreimal so viel. Auch Bayern lag mit durchschnittlich 3.000 Euro noch unter dem Wert im Südwesten.