Storch von Kirche geschossen - in Tierarztpraxis operiert
Ein Storch stürzt in Letschin von einer Kirche und ist verletzt. Beim Tierarzt stellt sich heraus: Es wurde auf ihn geschossen. Nach einer OP ist der Tierschutzverein zuversichtlich.
Auf einen Storch im Letschiner Ortsteil Groß Neuendorf (Kreis Märkisch-Oderland) wurde laut Tierschutzverein vermutlich mit einem Luftgewehr geschossen. (Symbolbild) Patrick Pleul/dpa
© Patrick Pleul/dpa
Ein Storch ist in Letschin vom Dach einer Kirche geschossen worden. Bei einer Untersuchung in einer Tierarzt-Praxis stellte sich heraus, dass zwei Geschosse aus einer Luftdruckwaffe in seinem Flügel steckten. Das schilderte der Vorsitzende des Tierschutzvereins „Frutzel“ in Frankfurt (Oder), Steffen Werschke. Zuvor berichteten mehrere Medien.
Am Nachmittag wurde der Storch in einer Tierarztpraxis operiert. „Die OP ist gut verlaufen. Ihm gehts gut“, sagte Vereinsvorsitzender Werschke. Nun soll der erwachsene Storch - nach Angaben des Vereins vermutlich ein zweijähriges Tier - noch einige Wochen bei Frankfurt (Oder) gepflegt werden.
Was war passiert?
Eine Passantin habe am vergangenen Freitag im Letschiner Ortsteil Groß Neuendorf bemerkt, dass ein Storch vom Kirchdach gestürzt sei, schilderte Werschke. Es habe erst den Verdacht gegeben, dass er gegen ein Hindernis geflogen sein könnte.
Verein: Geschosse auf Röntgenaufnahmen
Beim Tierarzt zeigte sich jedoch ein ernsteres Bild: Auf Röntgenaufnahmen seien zwei Diabolo-Geschosse entdeckt worden, sagte Werschke. Außerdem seien zwei Brüche festgestellt worden. Der Storch wurde dann zunächst über das Wochenende in einer Pflegestelle versorgt und betreut - bis die Operation anstand.
„Das ist erbärmlich“, sagte der Vereinsvorsitzende Werschke zu der Schussverletzung. Der Tierschutzverein habe Anzeige erstattet und hoffe, dass sich weitere Zeugen melden.
Der verletzte Storch wurde heute operiert, weil laut Tierschutzverein zwei Geschosse in seinem Flügel steckten.Tierschutzverein „Frutzel“/dpa
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