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Stolperstein Stavanger? VfB gewarnt in die Königsklasse

Stuttgart ist zurück bei den ganz Großen. Und erst mal gefordert gegen einen Kleinen. Die Erfahrungen von vor zwei Jahren sollen helfen. Geht der Achterbahn-Auftakt gegen eingespielte Norweger weiter?

08.09.2026

Traf als Joker gegen Köln: Stuttgarts Ermedin Demirovic. (Archivbild)Tom Weller/dpa

Traf als Joker gegen Köln: Stuttgarts Ermedin Demirovic. (Archivbild)Tom Weller/dpa

© Tom Weller/dpa

Bilal El Khannouss und Ermedin Demirovic strahlen fast so sehr wie am Tag des Abschlusstrainings die Sonne über Bad Cannstatt. „Es ist ein Traum, der wahr wird“, sagt El Khannouss vor dem Start des VfB Stuttgart in die neue Champions-League-Saison. Das sei „der schönste Wettbewerb“ überhaupt, meint sein Offensivkollege Demirovic.

Die Königsklasse ist zurück im Ländle. Und der VfB um so manche Erfahrung reicher. Diesmal soll es im Rennen um den wichtigsten Pokal des europäischen Club-Fußballs weiter gehen als vor zwei Jahren. Ein Auftaktsieg würde helfen.

Natürlich habe man sich mit dem überzeugenden 4:1 gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga am vergangenen Freitag Selbstbewusstsein geholt, sagt Stuttgarts Sportvorstand Fabian Wohlgemuth vor der Partie gegen Viking Stavanger an diesem Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN). „Und dennoch bleibt es dabei: Es ist die Champions League, da gibt es keine Selbstverständlichkeiten.“

Dem Königsklassen-Aus folgte die Liga-Delle

Soll heißen: Auch den norwegischen Meister werde man nicht unterschätzen. Der VfB ist klar favorisiert, die Fallhöhe aber auch entsprechend groß. Und gerade gegen die vermeintlich Kleinen ließen die Schwaben in der Saison 2024/2025 Punkte liegen, die am Ende zum Einzug in die K.-o.-Phase fehlten. Gegen Sparta Prag (1:1) oder Roter Stern Belgrad (1:5) etwa. Da reichte es dann letztlich auch nicht, bei Juventus Turin (1:0) überraschend gewonnen zu haben.

Dem Aus in der Ligaphase der Königsklasse folgte damals auch ein gewaltiger Durchhänger im Bundesliga-Alltag. Der Stecker war gefühlt gezogen, der VfB am Saisonende nur Neunter. Der Triumph im DFB-Pokal brachte letztlich noch den Glanz, der über weite Strecken der Rückrunde verloren gegangen war.

Zum zweiten Mal mit dem VfB in der Königsklasse: Trainer Sebastian Hoeneß. (Archivbild)Tom Weller/dpa

Zum zweiten Mal mit dem VfB in der Königsklasse: Trainer Sebastian Hoeneß. (Archivbild)Tom Weller/dpa

© Tom Weller/dpa

Norweger schon bei der Saisonhälfte angekommen

Nun also der nächste Anlauf auf dem edlen Europapokal-Parkett. Bereits zum dritten Mal in der Ära von Trainer Sebastian Hoeneß sind die Stuttgarter international dabei, zum zweiten Mal in der Champions League. Haben sie ihre Lehren gezogen? Gegen Stavanger, das erstmals seit 30 Jahren wieder in der Königsklasse mitmischt, will der VfB direkt ein Statement setzen.

„Es ist ein Gegner, der jetzt in der Liga schon bestanden hat“, warnt Sportchef Wohlgemuth allerdings. Viking ist Tabellenzweiter in Norwegens Eliteserie, die sich anders als die Bundesliga am Kalenderjahr orientiert. Die Nordmänner haben in der Heimat schon 19 Spieltage absolviert und folglich „einen gewissen Rhythmus“, erklärt Wohlgemuth. „Den haben wir noch nicht so ganz kurz nach Saisonstart.“ Man habe daher „höchsten Respekt“ vor dem Gegner, „vor dem wir in jeder Minute die nötige Wachsamkeit an den Tag legen müssen“.

Stuttgarter Achterbahn-Auftakt

4:0 im Pokal in Rostock, 1:5 und 4:1 gegen den FC Bayern München und die Kölner in der Bundesliga - der Saisoneinstieg des VfB war ein Auf und Ab. El Khannouss und Demirovic, die gegen die Domstädter zuletzt beide trafen, gehören zu den vielen offensiven Hoffnungsträgern. Genau wie Neuzugang Dzenan Pejcinovic. Und Deniz Undav, der bisher aber nicht in Fahrt kommt. 

„Jetzt geht’s dann richtig los“, sagt Demirovic voller Vorfreude auf den Start in der Königsklasse. „Ich freue mich einfach, dass wir uns das erarbeitet haben, verdient haben“, sagt er rückblickend auf den vierten Platz in der Vorsaison der Bundesliga. Atlético Madrid, Inter Mailand - genau wie vor zwei Jahren misst sich der VfB auch diesmal mit den ganz Großen. Aber eben auch mit den Kleinen. Stavanger ist so einer. Und soll nicht gleich zum Stolperstein werden.