Störaktionen gegen AfD am Tag der Deutschen Einheit
Der Tag der Deutschen Einheit soll verbinden. Doch beim Besuch von AfD-Politikern kam es zu Spannungen.
AfD-Politiker werden nach dem Festakt mit Buhrufen empfangen. Moritz Frankenberg/dpa
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Buhrufe, Störaktionen und demonstrative Gesten: Der Besuch von hochrangigen AfD-Politikern beim Tag der Deutschen Einheit in Bremen hat für Trubel gesorgt. Parteichef Tino Chrupalla und der Thüringer AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner wurden nach dem offiziellen Festakt am Samstag von der wartenden Menge mit Buhrufen und Pfiffen empfangen. „Ganz Bremen hasst die AfD“, riefen einige Zuschauer, die Politiker reagierten belustigt und winkten.
Eine anschließende Gesprächsrunde mit Brandner und dem Bremer AfD-Bundestagsabgeordneten Sergej Minich im Zelt des Deutschen Bundestags wurde gestört, wie die AfD-Fraktion auf der Plattform X berichtete. „Es waren so 50 Bekloppte, die sind völlig ausgerastet“, sagte Brandner. Videoaufnahmen zeigen, wie Zuschauer den AfD-Politikern „Nazi-Propaganda“ vorwarfen und „Haut ab“ skandierten. Die Fraktion spricht von einem „Eklat“ und stellt in dem Post klar: „Wir lassen uns von linken Demokratiefeinden nicht einschüchtern!“
Aber auch das Verhalten einiger AfD-Politiker beim Festakt fiel auf: Während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine Rede hielt, scrollten manche demonstrativ auf ihren Smartphones, lachten manchmal laut auf und blieben mit verschränkten Armen sitzen, als alle anderen Steinmeiers Ansprache mit Beifall würdigten. Der Bundespräsident hatte vor einem weiteren Erstarken extremistischer Kräfte in Deutschland gewarnt.
Unter den Gästen beim Festakt war auch AfD-Parteichef Tino Chrupalla.Sina Schuldt/dpa-Pool/dpa
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