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Stiller & Co.: Stuttgart vor heißem Transfer-Sommer

Parallel zum Saisonendspurt läuft beim VfB die Kaderplanung für die neue Spielzeit. Für Alexander Nübel steht schon Ersatz parat. Doch was wird aus Angelo Stiller? Und wann verlängert Deniz Undav?

15.04.2026

Angelo Stiller ist Dreh- und Angelpunkt im Stuttgarter Mittelfeld. (Archivbild)Harry Langer/dpa

Angelo Stiller ist Dreh- und Angelpunkt im Stuttgarter Mittelfeld. (Archivbild)Harry Langer/dpa

© Harry Langer/dpa

Erst die Verpflichtung von Grischa Prömel, dann die neuerlichen Gerüchte um Caspar Jander. Ob sie mit der Zukunft von Angelo Stiller zusammenhängen? Beim VfB Stuttgart bahnt sich ein spannender Transfer-Sommer an. Neben Stiller stehen noch weitere Nationalspieler des Fußball-Bundesligisten im Fokus. Ein Überblick.

Stiller und seine potenziellen Erben

Der 25-Jährige ist der Dreh- und Angelpunkt im Stuttgarter Mittelfeld, Trainer Sebastian Hoeneß seit jeher ein Fan und Förderer des gebürtigen Münchners. „Ange ist ein Spieler, der mit seiner Spielart sehr vielen Mannschaften helfen kann“, sagte der Coach unlängst wieder. Was Hoeneß auf das Nationalteam bezog, gilt aber sicher auch auf Clubebene. Dass Stiller früher oder später den Schritt zu einem internationalen Topverein anstrebt, ist hinlänglich bekannt.

Mindestens 40 oder gar 50 Millionen Euro, so hört man aus Stuttgart, würden dafür fällig. Zuletzt wirkte es, als würde ein Abgang wahrscheinlicher. Ob der VfB mit dem Prömel-Transfer schon vorgebaut hat? Der Wechsel des 31-Jährigen von der TSG 1899 Hoffenheim ist fix, nur noch nicht bestätigt worden. 

Passend dazu nahmen zuletzt auch die Gerüchte um ein angebliches Interesse des VfB am Ex-Nürnberger Jander wieder Fahrt auf. Am 23-Jährigen waren die Schwaben schon vergangenen Sommer dran, letztlich ging er zum englischen Zweitligisten FC Southampton. Holt ihn der VfB nun etwa im zweiten Anlauf?

Was haben die Bayern mit Nübel vor?

Die Wahrscheinlichkeit, dass er Jonas Urbig nicht nur im Nationalteam, sondern nach der WM auch auf dem Trainingsplatz des FC Bayern wieder trifft, bezeichnete Torhüter Alexander Nübel zuletzt als „relativ hoch“. Schließlich endet seine Leihe im Sommer. In München hat er noch einen Vertrag bis 2030.

Doch hat er beim Rekordmeister auch eine Zukunft? Sollten die Bayern mit Stammkeeper Manuel Neuer noch mal verlängern und Urbig in dessen Schatten weiter aufbauen, hätte Nübel nur geringe Aussichten auf regelmäßige Einsätze.

Schlägt nach der WM wohl erst mal wieder bei den Bayern auf: Alexander Nübel. (Archivbild)Tom Weller/dpa

Schlägt nach der WM wohl erst mal wieder bei den Bayern auf: Alexander Nübel. (Archivbild)Tom Weller/dpa

© Tom Weller/dpa

Der VfB sitzt aktuell, wenn überhaupt, nur als dritte Partei am Poker-Tisch. Dass die Schwaben sich das üppige Gehalt des 29-Jährigen allein leisten wollen und können, wirkt eher unwahrscheinlich. Zumal bei einer festen Verpflichtung ja auch noch eine Ablösesumme fällig würde. Sollte der VfB die Champions League erreichen, würde das seinen finanziellen Spielraum etwas erweitern.

Sollte Nübel gehen, dürfte Dennis Seimen die Nummer eins werden. Das Eigengewächs gilt schon lange als Toptalent und Zukunftshoffnung. Vergangene Saison spielte Seimen für die VfB-Reserve in der dritten Liga, aktuell überzeugt er als Leihspieler beim SC Paderborn in der zweiten Liga.

Den 20-Jährigen zum Stammkeeper zu befördern, wäre ein mutiger Schritt. Beim SC Freiburg gingen sie mit dem inzwischen 23-jährigen Noah Atubolu einst ein ähnliches Risiko ein - und wurden dafür belohnt.

Seit Wochen im öffentlichen Fokus: VfB-Stürmer Deniz Undav. (Archivbild)Harry Langer/dpa

Seit Wochen im öffentlichen Fokus: VfB-Stürmer Deniz Undav. (Archivbild)Harry Langer/dpa

© Harry Langer/dpa

Undav und der letzte große Vertrag

Der Torjäger ist eines der prägenden Gesichter der Mannschaft. Der VfB würde den 2027 auslaufenden Vertrag gern verlängern. Auch Undav würde gern bleiben. Laut „Sky“ müssten sich die Schwaben beim Gehalt aber ordentlich strecken. Womöglich geht es für den 29-Jährigen um den letzten ganz großen Vertrag seiner Karriere. Undav hat diese Saison schon 23 Pflichtspiel-Tore für den VfB erzielt, ist in starker Form. Doch kann er sie auch langfristig halten?

Einen großen Verkauf, so heißt es, werden die Stuttgarter auch diesen Sommer wieder abwickeln müssen. Ein Transfer von Undav, der auch wegen seiner Einsatzchancen bei der WM und seiner Rolle unter Bundestrainer Julian Nagelsmann seit Wochen im Rampenlicht steht, wirkt aber unwahrscheinlich.

Ob stattdessen ein Jamie Leweling oder Jeff Chabot die große Millionensumme einspielt? Spätestens der spannende Transfer-Sommer wird es zeigen.