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Starker WM-Auftritt: Varfolomeev winkt dreimal Gold

Darja Varfolomeev hofft bei der Heim-WM in der Rhythmischen Sportgymnastik auf reichlich Edelmetall. Gleich dreimal ist sie heißeste Titelfavoritin. Eine Medaillenhoffnung ist aber schon dahin.

13.08.2026

Darf nach der Qualifikation auf drei WM-Titel hoffen: Darja Varfolomeev. (Archivbild)Michael Matthey/dpa

Darf nach der Qualifikation auf drei WM-Titel hoffen: Darja Varfolomeev. (Archivbild)Michael Matthey/dpa

© Michael Matthey/dpa

Darja Varfolomeev darf bei der Heim-WM in der Rhythmischen Sportgymnastik weiter auf reichlich Edelmetall hoffen - hat eine Medaillenchance aber bereits eingebüßt. Die 19 Jahre alte Ausnahmeathletin geht als Führende in das Mehrkampffinale am Freitag und hat sich zudem für drei von vier Einzelentscheidungen am Sonntag qualifiziert. 

Nur im Finale mit den Keulen ist Varfolomeev dann Zuschauerin. „Ich bin nicht so zufrieden mit meiner Keulen-Übung. Ich habe einen Fehler gemacht, der mich das Finale gekostet hat. Natürlich ärgere ich mich darüber“, sagte sie und fügte hinzu: „Es war schon das Ziel, in alle Gerätefinals zu kommen. Das hat leider nicht geklappt.“

Dafür führt die Olympiasiegerin und elfmalige Weltmeisterin das Gesamtklassement nach der Qualifikation mit 89,000 Punkten deutlich vor der Bulgarin Stiljana Nikolowa (87,350) an. Dritte ist die Russin Maria Borisowa (86,900). Mit dem Ball und dem Band hat Varfolomeev als jeweils Führende ebenfalls blendende Gold-Aussichten.

Nur mit den Keulen läuft es nicht rund

Nach einer tollen Übung mit dem Band, für die sie 30,050 Punkte erhielt, nimmt Varfolomeev mehr als einen Punkt Vorsprung mit in die Entscheidung. „Ich bin sehr zufrieden, dass ich mich zusammengerissen und noch eine wirklich gute Übung mit dem Band gezeigt habe“, sagte Varfolomeev. „Ich war sehr fokussiert auf das Gerät, auf die Musik, auf meine Übung.“ Noch größer ist ihr Polster mit dem Ball, wo sie 1,250 Punkte vor der Italienerin Sofia Raffaeli liegt.

Eine weitere Medaille winkt mit dem Reifen. Dort startet die Sportlerin des Jahres von 2024 mit einem Rückstand von 0,850 Punkten auf Raffaeli als vorerst Vierte in den Endkampf. Die genaue Platzierung steht erst nach dem Abschluss der Qualifikation am Abend fest.

Lediglich mit den Keulen ging Varfolomeev leer aus. 27,950 Punkte reichten nur zu Rang neun, wodurch sie die Finalteilnahme knapp verpasste. „Es gab eine kleine Hoffnung, dass es noch reicht, deshalb ist es natürlich ärgerlich, dass es nicht geklappt hat. Jetzt heißt es einfach weiterkämpfen“, sagte Varfolomeev. Für die Einzelentscheidungen qualifizierten sich jeweils die besten acht Athletinnen, im Mehrkampffinale sind die Top 18 dabei.