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Stadt weitet Verbotszone wegen Prozessionsspinner aus

Der Eichenprozessionsspinner kann durch winzige Haare auch beim Menschen Atemnot auslösen. Nun wurde er an einem Badesee im Rhein-Neckar-Kreis entdeckt. Was das für Erholungssuchende bedeutet.

28.05.2026

Die feinen Haare des Prozessionsspinners enthalten ein Nesselgift, das Beschwerden auslösen kann - hier ein Nest an einem Baum am Waidsee. René Priebe/dpa

Die feinen Haare des Prozessionsspinners enthalten ein Nesselgift, das Beschwerden auslösen kann - hier ein Nest an einem Baum am Waidsee. René Priebe/dpa

© René Priebe/dpa

Nach dem Fund von weiteren Nestern des giftigen Eichenprozessionsspinners am Waidsee in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) hat die Stadt die Verbotszone um den Badesee ausgeweitet. Der Rundweg um den See sei vorsichtshalber gesperrt worden, sagte ein Sprecher der Stadt Weinheim. Es seien Nester in weiteren Eichen entdeckt worden. „Der Badebetrieb ist nach wie vor nicht betroffen.“

Eine Firma zur Entfernung der Raupen sei beauftragt worden, hieß es weiter. Die Raupen des Schmetterlings können laut Polizei durch ihre Brennhaare bei Menschen starke allergische Reaktionen, Hautreizungen und Atembeschwerden auslösen. 

Spaßbad „Miramar“ nicht betroffen

An dem ehemaligen Baggersee liegt auch das über die Region hinaus beliebte Spaßbad „Miramar“. Ein Sprecher des Bades betonte allerdings ebenfalls, dass der Badebetrieb nicht betroffen sei. „Die Gärtner kontrollieren täglich die Außengelände und gehen heute den Baumbestand gezielt durch“, sagte der Sprecher. Auch das städtische Strandbad konnte laut Stadt regulär öffnen.

Am Montag hatte die Polizei mitgeteilt, dass lediglich ein als „Schweinebucht“ bekannter Abschnitt abgesperrt worden sei. Ein aufmerksamer Passant habe die Polizei darüber informiert, dass sich an der Halbinsel des Sees Raupennetze des Prozessionsspinners befinden. Die Halbinsel sei deutlich sichtbar mit Absperrband für die Bevölkerung gesperrt worden. „Das Betreten des gesperrten Bereichs ist verboten“, hieß es.

Unklar war zunächst, bis wann die beauftragte Firma die Raupen entfernen kann und wann der Rundweg wieder freigegeben wird. „Wir hoffen, dass es vor dem Wochenende noch passiert“, sagte der Sprecher der Stadt.