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Stade: Drei Tote aus Hannover, drei aus Jugendeinrichtung

Für ein Hilfsgespräch fahren drei Mitarbeiter des Jugendamts nach Stade – dort werden sie getötet. Die anderen drei Opfer arbeiteten in der Jugendeinrichtung.

30.06.2026

In der Nähe des Tatorts wurden Blumen und Kerzen niedergelegt.Kai Moorschlatt/dpa

In der Nähe des Tatorts wurden Blumen und Kerzen niedergelegt.Kai Moorschlatt/dpa

© Kai Moorschlatt/dpa

Unter den sechs Toten der Bluttat in Stade sind drei Mitarbeiter des Jugendamtes der Region Hannover. Es handelt sich um zwei Frauen sowie einen Mann, wie die Polizeidirektion Lüneburg bestätigte. Sie befanden sich zu einem Hilfeplangespräch in der Jugendhilfeeinrichtung der Hansestadt. Unter den Getöteten waren zudem zwei Frauen und ein Mann, die in der Jugendhilfeeinrichtung in der Dankersstraße arbeiteten.

Für die Opfer findet am Abend eine Andacht in der St.-Wilhadi-Kirche in Stade statt. Der Gottesdienst bietet Angehörigen, Betroffenen sowie Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, gemeinsam der Verstorbenen zu gedenken.

Ein 45-Jähriger aus dem Raum Hannover soll am Montag in Stade die vier Frauen und zwei Männer erschossen haben. Hintergrund ist nach Angaben der Polizei möglicherweise ein Sorgerechtsstreit. Der Tatverdächtige mit türkischer Staatsangehörigkeit hatte demnach einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter.

Mitarbeiter trauern

„Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten den Familien, Freundinnen und Freunden der Getöteten sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die dieses unfassbare Ereignis verarbeiten müssen“, teilte die Region Hannover mit. Die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe setzten sich täglich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen ein und begleiteten Familien in oftmals sehr belastenden Lebenssituationen. Dass Kolleginnen und Kollegen dabei ihr Leben verlieren, mache fassungslos. 

„Viele unserer Mitarbeitenden trauern und stehen unter dem Eindruck dieser schrecklichen Tat. Sie in dieser Situation zu begleiten und zu unterstützen, hat für uns höchste Priorität“, hieß es weiter. Mit den Behörden sei man im engen Austausch. Die Hintergründe der Tat würden derzeit noch aufgeklärt.

Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchen den Tatort.Kai Moorschlatt/dpa

Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchen den Tatort.Kai Moorschlatt/dpa

© Kai Moorschlatt/dpa