Staatskanzlei: Rohölversorgung für die PCK steht
Brandenburgs Ministerpräsident setzt auf eine sichere Zukunft für die Raffinerie PCK in Schwedt. Er sieht dafür richtige Weichenstellungen auf Bundes- und EU-Ebene - aber auch noch viel Arbeit.
Die Rohölversorgung für die Raffinerie PCK in Schwedt ist nach Angaben der Staatskanzlei in Potsdam gesichert. (Archivbild) Patrick Pleul/dpa
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Die Rohölversorgung für die Raffinerie PCK in Schwedt läuft trotz des Lieferstopps aus Kasachstan stabil. Das teilte die Staatskanzlei Brandenburg im Anschluss an die jüngste Sitzung der Task Force PCK Schwedt mit. Aktuell sei die Raffinerie zu gut 86 Prozent ausgelastet.
Außerdem arbeite die Bundesregierung an einer Strategie zur langfristigen Sicherung der Raffinerien in Deutschland. Gleichzeitig beabsichtigte die Europäische Union, die Nachweispflicht der Methanverordnung um drei Jahre zu verschieben.
Und Schwedt bekomme ein sogenanntes Boarding-House für Auszubildende mit 60 Plätzen in Einzel- und Doppelzimmern. Das Vorhaben wird den Angaben zufolge mit mehr als 14 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert.
Woidke sieht noch viele Aufgaben
„Es liegt weiter viel Arbeit vor uns, um die Raffinerie in Schwedt in eine sichere und nachhaltige Zukunft zu führen“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. „Heute bin ich aber erst einmal dankbar dafür, dass wir die PCK in diesem Jahr trotz aller Schwierigkeiten erneut stabil halten konnten“, sagte er.
„Die geopolitische Lage und der Blick auf die Zapfsäulen zeigen uns, dass Deutschland auch künftig leistungsfähige Raffinerien wie die PCK braucht“, sagte Woidke. „Deshalb begrüße ich ausdrücklich, dass die Bundesregierung die Raffinerien strategisch stärken will.“
Woidke nannte es eine gute Nachricht, dass die EU die ursprünglich ab Anfang Januar 2027 geplanten Nachweispflichten für Importeure von Öl, Gas und Kohle aus Drittstaaten verschieben wolle.
Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Frank Wetzel, ergänzte, Raffinerien seien Teil der strategisch wichtigen Infrastruktur. Unternehmen benötigten Planbarkeit darüber, welche Märkte sich wie entwickelten und welche Investitionen sich lohnten: „Das zu verbessern, ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik und Wirtschaft.“