Sprengstoff-Drohne am Flughafen: Dobrindt mahnt zur Geduld
Warum hält sich die Bundesregierung zur Urheberschaft der Drohnenattacke am Flughafen Leipzig/Halle zurück? Dobrindt erklärt seinen Kurs und spricht von eindeutigen Konsequenzen.
Für den Beginn seiner kurzen Sommertour hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Wartburg bei Eisenach ausgewählt. Katharina Kausche/dpa
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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat für Verständnis geworben, dass sich die Bundesregierung zur Urheberschaft des mutmaßlichen Sprengstoffanschlags auf dem Flughafen Leipzig/Halle noch zurückhält. Seine Aufgabe sei es nicht, „Verdächtigungen auszusprechen, sondern meine Aufgabe ist es als Erstes, den Nachweis zu führen, den Beweis zu haben und dann übrigens auch die Konsequenzen überlegt zu haben und auch zur Anwendung bringen zu können“, sagte er auf der Wartburg bei Eisenach während seiner Sommerreise. Hierzu werde er sich zu gegebener Zeit dann auch abstimmen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Außenminister Johann Wadephul (CDU).
Die mit Sprengstoff präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“.
Vom Verdacht zum Beweis
Russland mache es aktuell sehr leicht, einen Verdacht zu haben, aber gleichzeitig sehr schwer, den Beweis zu führen, sagte Dobrindt weiter. „Die Beweisführung, die Kette, die muss schlüssig sein“, fügte er hinzu. Wenn der Beweis für die Urheberschaft eines Tages klar sei, dann müssten die Konsequenzen „eindeutig sein“. Dobrindt bat um Verständnis, „das braucht auch etwas Zeit“. Russland gehe es nicht darum, Deutschland militärisch zu besiegen, sondern „politisch und gesellschaftlich“.