Sommerloch und Eintrübung - mehr Arbeitslose im Saarland
Vor allem bei Jüngeren ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. Viele von ihnen melden sich nach dem Ende ihrer Schul- oder Ausbildungszeit vorübergehend arbeitslos. Doch das ist nicht alles.
Die Agentur für Arbeit sieht Folgen der konjunkturellen Eintrübung und saisonübliche Effekte. (Symbolfoto)Helge Toben/dpa
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Mehrere Gründe haben im Juli zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Saarland geführt. Zum einen hätten sich wie zu dieser Jahreszeit üblich junge Menschen nach dem Ende ihrer Schul- oder Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos gemeldet, zum anderen zeige sich über Altersgruppen hinweg die „konjunkturelle Eintrübung“ am Arbeitsmarkt, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken mit.
Insgesamt waren im Juli den Angaben zufolge etwa 40.100 Menschen ohne Job und damit 1.300 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres zeigte sich mit einem minimalen Minus von 50 kaum eine Veränderung. Die Arbeitslosenquote legte von 7,3 Prozent im Juni auf jetzt 7,6 Prozent zu. Sie lag damit genau auf dem Niveau des Vorjahres.
Übergangsphase bei vielen jungen Menschen
Dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen stärker als in anderen Altersgruppen war, sei saisonal durchaus üblich, erklärte die Leiterin der Regionaldirektion, Ulrike Mohrs. Zahlreiche junge Menschen befinden sich demnach in einer Art Übergangsphase zwischen dem Schulabschluss oder dem Ausbildungsende und dem ersten oder neuen Job beziehungsweise dem Beginn eines Studiums.
Ausdruck einer gewissen konjunkturellen Eintrübung dürfte sein, dass Betriebe im Saarland seit Beginn dieses Jahres mit ungefähr 11.000 neuen Stellen 13,6 Prozent weniger als noch im Vorjahr gemeldet haben.
Auf dem Ausbildungsmarkt sind vor dem Start des nächsten Ausbildungsjahres noch etwa 1.700 Stellen offen bei noch 1.500 Jugendlichen, die nach wie vor auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Damit kommen statistisch auf 100 noch unbesetzte Ausbildungsstellen 91 Bewerberinnen und Bewerber.