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Social-Media-Verbot? Ulmer Experte leitet EU-Gremium

Die EU lässt Experten an Online-Schutzmaßnahmen für Kinder tüfteln. Zusammen mit einer Kollegin leitet Jörg Fegert vom Universitätsklinikum Ulm die Gruppe. Ihre Vorschläge könnten viel ändern.

05.03.2026

Jörg Fegert leitet eine EU-Expertengruppe zusammen mit einer französischen Kollegin. (Archivbild) Sebastian Gollnow/dpa

Jörg Fegert leitet eine EU-Expertengruppe zusammen mit einer französischen Kollegin. (Archivbild) Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Der Forscher Jörg Fegert vom Universitätsklinikum Ulm leitet im Auftrag der Europäischen Kommission gemeinsam mit einer französischen Kollegin eine EU-Expertengruppe zum in Brüssel diskutierten Social-Media-Verbot. Der ärztliche Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie berät gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen über mögliche Online-Schutzmaßnahmen für Minderjährige. 

Die Empfehlungen der Fachleute könnten auch für die deutsche Debatte über ein Social-Media-Verbot für Kinder entscheidend sein. Denn wer digitale Altersgrenzen auch technisch durchsetzen will, kommt um die Online-Plattformen kaum herum. 

Tiktok, Snapchat, Instagram und Co. Regeln vorzuschreiben und sie durchzusetzen, ist aber die alleinige Zuständigkeit der EU-Kommission. Deutschland und andere Mitgliedsländer dürfen den großen Plattformen allein also gar keine zusätzlichen Pflichten, etwa zur Alterskontrolle, auferlegen. 

Spätestens im Sommer sollen die Experten aus verschiedenen Disziplinen - darunter Kinderrechte, Gesundheit und IT - Vorschläge für Schutzmaßnahmen vorlegen, wie die Europäische Kommission mitteilte.