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So kämpft die Waldorfschule Dachsberg um ihre Zukunft

Von Hygiene bis Prüfungen: Nach heftiger Kritik will die Privatschule vieles ändern. Wie die Schulgemeinschaft um ihre Existenz ringt - um was es jetzt geht.

03.07.2026

Die Freie Waldorfschule Dachsberg kämpft für ihre Zukunft. Valentin Gensch/dpa

Die Freie Waldorfschule Dachsberg kämpft für ihre Zukunft. Valentin Gensch/dpa

© Valentin Gensch/dpa

Im Kampf um ihre Existenz appelliert die Freie Waldorfschule Dachsberg an die Behörden. „Wir haben einen tiefgreifenden Wandlungsprozess begonnen und meinen es ernst damit“, erklärte Anne-Kathrin Till-Spatz von der Öffentlichkeitsarbeit. „Wir bitten die Behörden, diesen konstruktiven Weg gemeinsam mit uns weiterzugehen und der Schule die Zeit zu geben, den eingeschlagenen Weg zu Ende zu bringen.“

Ferner versucht die Schulgemeinschaft wie angekündigt, die angeordnete Schließung zum Ende des Schuljahres auf rechtlichem Weg abzuwehren. Um den Betrieb der einzigen Waldorfschule im Landkreis Waldshut zu sichern, habe sie beim Verwaltungsgericht die Aussetzung des Sofortvollzugs beantragt, heißt es in einer Mitteilung. Parallel dazu setze die Schule den eingeleiteten strukturellen Neuanfang fort - in Abstimmung mit den Behörden.

Lange Liste an Vorwürfen

Das Regierungspräsidium Freiburg hatte Ende Juni mitgeteilt, dass es nach zahlreichen Beschwerden seit Frühjahr 2025 die Genehmigung der Schule widerrufen habe. Die Behörde nannte eine ganze Reihe an Vorwürfen von Unzuverlässigkeit des Schulträgers über mangelhafte Durchführung von Abschlussprüfungen bis zu Verstößen bei Hygiene, Brand- und Arbeitsschutz. 

Der Waldorfkindergarten- und Waldorfschulverein Dachsberg als Träger der Privatschule habe Mängel in wichtigen Bereichen nicht beseitigt. Vorschläge zur Verbesserung reichten aus Sicht der Schulaufsicht „bei weitem“ nicht aus.

„Die Schulgemeinschaft schönt nichts“

Die Schule räumte in der Mitteilung ein: „In der Vergangenheit wurden Fehler gemacht, und die bisherigen Strukturen haben den Anforderungen nicht standgehalten.“ Genau deshalb habe die Schule einen „tiefgreifenden strukturellen und personellen Neuanfang“ eingeleitet. 

Einen Teil der beanstandeten Punkte - etwa bauliche und hygienische Mängel - seien behoben. An den übrigen arbeite sie mit Nachdruck, hieß es weiter. „Die Schulgemeinschaft schönt nichts, sondern stellt sich der Kritik und geht die offenen Punkte Schritt für Schritt an.“