Simulierter Waldbrand: Katastrophenschützer proben Ernstfall
Drohnen, Wasserwerfer und mehr als 120 Einsatzkräfte: In Schwerin wird am Wochenende für den Ernstfall geübt. Was passiert, wenn es im Wald brennt und der Wind das Feuer Richtung Kleingärten treibt?
Anwohnerinnen und Anwohner müssen wegen der Katastrophenübung mit Sperrungen rechnen. (Symbolbild)Stefan Sauer/dpa
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Katastrophenschützer proben heute in Schwerin den Ernstfall. Bei der Übung wird nach Angaben der Stadt ein Waldbrand mit Munitionsbelastung im Stadtteil Schelfwerder simuliert. Mehr als 120 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk (THW), Deutschem Roten Kreuz (DRK), Polizei, Forst und dem städtischen Eigenbetrieb SDS seien dabei.
In dem Szenario soll es südlich vom Paulsdamm bei ausgeprägter Trockenheit, ungewöhnlich hohen Temperaturen und starkem Nord-Ost-Wind in einem Wald brennen. Erschwerend soll die direkte Brandbekämpfung wegen einer Munitionsbelastung nicht möglich sein. Der Wind soll das Feuer in Richtung Drosselweg und der dortigen Kleingartenanlage treiben.
„Geübt werden soll unter anderem die Erkundung der ausgedehnten Lage aus der Luft mittels Drohne, die Wasserentnahme aus dem Schweriner See und der Wassertransport über lange Wegstrecken“, sagte Berufsfeuerwehrleiter Stephan Jakobi demnach. Zudem sollen Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr sowie ein Wasserwerfer der Landespolizei zum Einsatz kommen.
Stadt bittet Anwohner um Rücksicht
„Bewohner, Kleingärtner und Boothausbesitzer werden gebeten, den Termin der Übung bei ihren Wochenendplanungen zu berücksichtigen und die Halteverbote und Durchfahrtsbeschränkungen zu beachten“, hieß es von der Stadt. Während der Übung seien der Drosselweg und der Buchenweg inklusive der beiden Parkplätze zwischen 7.00 und 14.00 Uhr gesperrt. Von der Übung betroffen seien auch das benachbarte Waldstück, der Bootshausverein Werderwiesen und die beiden Kleingartenvereine Schelfwerder und „Am Heidensee“.