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Sieg in Münster: FCK wahrt Mini-Chance im Aufstiegskampf

Der 1. FC Kaiserslautern zeigt in Münster lange eine souveräne Vorstellung, muss am Ende aber noch zittern. Ausgerechnet der Matchwinner kassiert seine fünfte Gelbe Karte.

22.02.2026

Kaiserslauterns Spieler konnten in Münster einen Sieg bejubeln.Bernd Thissen/dpa

Kaiserslauterns Spieler konnten in Münster einen Sieg bejubeln.Bernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa

Die Erleichterung beim 1. FC Kaiserslautern war nach dem ersten Auswärtssieg im Jahr 2026 groß. Mit dem 3:2 (3:1) beim SC Preußen Münster wahrten die Pfälzer ihre Mini-Chance im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga. „Wir haben hier bestanden und sind froh über die drei Punkte“, resümierte FCK-Trainer Torsten Lieberknecht.

Die Roten Teufel haben als Tabellensechster mit 37 Punkten weiter sieben Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. „Es war Druck auf dem Kessel, deshalb war der Sieg wichtig. Wir wollen jede Woche drei Punkte holen und dann schauen wir am Ende, wofür es reicht“, sagte Doppel-Torschütze Marlon Ritter. 

Doppelpacks auf beiden Seiten

Vor 10.642 Zuschauern im ausverkauften Münsteraner Stadion traf der Mittelfeldspieler in der 9. Minute per Foulelfmeter zum 1:0 und brachte sein Team nach dem Ausgleich von Jannis Heuer (22.) in der 40. Minute erneut in Führung. Norman Bassette (45.+1) steuerte kurz vor der Pause das dritte Tor für die Gäste bei, ehe ausgerechnet FCK-Leihgabe Heuer (87.) mit seinem zweiten Treffer in der Schlussphase noch einmal für Spannung sorgte.

Traf vom Elfmeterpunkt: Marlon Ritter.Bernd Thissen/dpa

Traf vom Elfmeterpunkt: Marlon Ritter.Bernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa

„Das war unnötig. Wir hatten genügend Kontersituationen, die wir besser ausspielen müssen. Dann spielst du das Ding hier locker runter. Aber wir haben uns am Ende in jeden Ball reingeschmissen und sind glücklich, dass wir gewonnen haben“, sagte Ritter. Kleiner Wermutstropfen für den 31-Jährigen: Wegen der fünften Gelben Karte verpasst Ritter am kommenden Samstag das Topspiel gegen den Tabellenvierten SC Paderborn.

Kaiserslautern bringt Vorsprung über die Zeit

Der FCK erwischte den besseren Start und stellte noch vor der Pause die Weichen auf Sieg. Auch nach dem Wechsel blieb Kaiserslautern zunächst die gefährlichere Mannschaft. Münster kontrollierte aber zunehmend den Ball, konnte die tief stehenden Pfälzer jedoch lange nicht entscheidend in Bedrängnis bringen. Doch nach Heuers zweitem Treffer mussten die Gäste noch einmal um den Sieg zittern.   

„Wir hatten die Möglichkeit, das vierte Tor zu schießen. Am Ende ist noch einmal Hektik aufgekommen, weil Preußen alles nach vorn geworfen hat“, resümierte Lieberknecht. Am Ende lief den Gastgebern dann aber die Zeit davon.