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Seniorin fällt auf Telefonbetrug mit Krebsmedikamenten rein

Immer häufiger geben sich Betrüger am Telefon als Klinikmitarbeiter aus und fordern Geld für angebliche Krebsmedikamente. Die Polizei warnt vor dieser Masche, die zuletzt mehrfach auffiel.

04.09.2026

Die Seniorin übergab einem Unbekannten Schmuck. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Die Seniorin übergab einem Unbekannten Schmuck. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Eine Seniorin aus Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) hat einem unbekannten Täter Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro übergeben, um damit vermeintlich Krebsmedikamente für ihre Tochter zu finanzieren. Eine Unbekannte hatte die Frau angerufen und sich als Mitarbeiterin einer Stuttgarter Klinik ausgegeben, wie eine Polizeisprecherin sagte. 

Die Frau habe behauptet, die Tochter der Seniorin benötige dringend Geld für eine Darmkrebstherapie. Bereits 18.000 Euro seien für ein Medikament aus der Schweiz bezahlt worden, nun werde weiteres Geld gebraucht, hieß es. Da die Seniorin kein Bargeld zur Hand hatte, übergab sie einem unbekannten Mann eine Tasche mit Schmuckstücken. Kurz darauf bemerkte die Tochter der Frau den Betrug und alarmierte die Polizei. Wie hoch der genaue Wert der Schmuckstücke war, wollte die Polizei nicht bekanntgeben.

Telefonbetrugsmasche mit Krebsmedikamenten

Die Telefonbetrugsmasche mit den Krebsmedikamenten ist nicht neu. Bereits im Jahr 2025 wurde im Polizeipräsidium Ludwigsburg ein derartiger Fall registriert. In den vergangenen Wochen häuften sich Fälle dieser Masche, sagte die Sprecherin. 

Erst am Dienstag war es in Gärtringen (Kreis Böblingen) zu einem ähnlichen Fall gekommen. Dabei gab sich ein Betrüger gegenüber einer Seniorin als Arzt einer Stuttgarter Klinik aus und verlangte Geld für teure Krebsmedikamente für einen Verwandten des Opfers. Die Frau übergab Vermögensgegenstände im Wert eines sechsstelligen Betrags.