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Seit 2024 keine Hantavirus-Fälle in Hamburg registriert

Auf einem Kreuzfahrtschiff sind mehrere Passagiere an Hantaviren eines gefährlichen Typs erkrankt. In Hamburg sind dagegen zuletzt gar keine Erkrankungen mit Hantaviren mehr festgestellt worden.

14.05.2026

In Laboren wie dem des Bernhard-Nocht-Institutes in Hamburg werden Erreger wie Hantaviren erforscht. (Symbolbild)picture alliance / Angelika Warmuth/dpa

In Laboren wie dem des Bernhard-Nocht-Institutes in Hamburg werden Erreger wie Hantaviren erforscht. (Symbolbild)picture alliance / Angelika Warmuth/dpa

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Die letzten beiden Hantavirus-Fälle liegen in Hamburg bereits zwei Jahre zurück. In den vergangenen zehn Jahren wurden in der Hansestadt insgesamt 21 Fälle registriert, wie eine Sprecherin der Hamburger Sozialbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Todesfälle habe es nicht gegeben.

Auch eine Infektion mit dem gefährlichen Andesvirus sei bei keinem der in Hamburg gemeldeten Hantavirus-Fälle nachgewiesen worden, sagte die Sprecherin. Das Virus war bei dem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ entdeckt worden.

Kontakt mit Ausscheidungen von Nagetieren vermeiden

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden Hantaviren in Deutschland durch den Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Nagetiere übertragen, insbesondere durch das Einatmen von virushaltigem Staub. Möglich sei auch eine Ansteckung über Lebensmittel, die mit Ausscheidungen infizierter Tiere verunreinigt wurden. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung von Hantaviren finde bei den Virustypen in Europa und Asien nicht statt.

Nach Angaben des RKI treten Hantavirus-Erkrankungen in Deutschland vor allem in bestimmten Regionen Süd- und Westdeutschlands auf. Die Fallzahlen unterlägen natürlichen Schwankungen. Der wirksamste Schutz vor Infektionen besteht den Angaben zufolge darin, den Kontakt mit Ausscheidungen von Nagetieren zu vermeiden – insbesondere von Rötel- und Brandmäusen.