Schwesig und Holm streiten über Frauenrechte
Die Ministerpräsidentin stellt sich als Hüterin der Frauenrechte dar, ihr Herausforderer Holm als Kämpfer für die Sicherheit von Frauen und für Wahlfreiheit bei den Lebensentwürfen.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und ihr Herausforderer zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, trafen zu ihrem zweiten TV-Duell beim NDR aufeinander. Jens Büttner/dpa
© Jens Büttner/dpa
Im letzten Fernsehduell der beiden großen Kontrahenten zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) versucht, mit dem Thema Frauenrechte gegen Leif-Erik Holm von der AfD zu punkten. „Sie treten mit einem Abgeordneten an, der gepostet hat, Messer gegen mich, jetzt einen sexistischen Post. Sie treten an mit Abgeordneten, die behaupten, Frauen wären nicht geeignet für die Politik“, sagte Schwesig. „Das sind die Männer in Ihrer Gruppe, die uns Frauen klein machen wollen, bedrohen wollen.“
Holm konterte, das sei „völliger Quatsch“. Schwesig polarisiere und schüre Ängste - „was Sie uns immer vorwerfen“. Seine Partei wolle keine Frauenrechte abschaffen. „Ganz im Gegenteil, wir setzen uns für unsere Frauen ein. Wir wollen Wahlfreiheit zum Beispiel bei der Kindererziehung. Wir wollen auch dafür sorgen, dass unsere Frauen wieder sicher durch die Städte kommen.“ Das sei ein großes Problem.
Gewählt wird in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September. In Umfragen schrumpfte zuletzt der Vorsprung der AfD auf die SPD. In einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD nach der Landtagswahl von Sachsen-Anhalt kam die SPD in MV auf 33 Prozent hinter der AfD mit 38 Prozent. Die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF sah die SPD bei 34 Prozent und die AfD bei 37 Prozent. Eine Insa-Umfrage im Auftrag der „Bild“, die am Tag der TV-Duells veröffentlicht wurde, sah die SPD bei 35 Prozent und die AfD bei 37.