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Schwesig: „Machtfantasien der AfD gemeinsam stoppen“

Nach dem AfD-Sieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mobilisiert das Bündnis „Zusammen bewegen“ in Mecklenburg-Vorpommern. Sein Ziel: Stimmen gegen die AfD bei der Landtagswahl am 20. September.

07.09.2026

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sprach zu den Teilnehmern der Kundgebung in Schwerin.Jens Büttner/dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sprach zu den Teilnehmern der Kundgebung in Schwerin.Jens Büttner/dpa

© Jens Büttner/dpa

Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt haben Menschen an mehreren Orten in Mecklenburg-Vorpommern demonstriert, um sich gegen die Partei zu positionieren. In Schwerin versammelten sich nach Polizeiangaben mehrere Hundert Demonstranten - zu ihnen sprach Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Mecklenburg-Vorpommern ist nicht Sachsen-Anhalt“, sagte die SPD-Spitzenkandidatin. „Wir werden die Machtfantasien der AfD gemeinsam stoppen. Unser Zuhause bekommt die AfD nicht.“ 

Die Lage sei „sehr, sehr ernst“, sagte Schwesig. Sachsen-Anhalt zeige, dass die AfD eine reale Chance habe, an die Macht zu kommen. An die Demokratinnen und Demokraten in diesem Bundesland gerichtet sagte sie: „Wir stehen solidarisch an eurer Seite.“

Es sei wichtig, gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Schwesig bedankte sich bei denjenigen, die seit Wochen unterwegs seien und kämpften - und bei allen Anwesenden für die spontane Aktion. „Wir alle brauchen einen respektvollen Umgang. Was wir überhaupt nicht brauchen, ist dieser Hass, diese Hetze, diese Zerstörung, die die AfD vorhat“, sagte die Ministerpräsidentin.

In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. In den Umfragen liegt die AfD vor der SPD, zuletzt schrumpfte der Abstand jedoch. 

Demos in mehreren Orten

Das Bündnis „Zusammen bewegen“ hatte nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in zwölf Orten in MV zu Demos aufgerufen, unter anderem in Rostock, Greifswald, Ludwigslust, Parchim, Neubrandenburg und Neustrelitz. In Ludwigslust demonstrierten rund 30 Menschen. Bis zur Landtagswahl in MV sollen noch mehr Aktionen folgen, wie es in einer Mitteilung des Bündnisses heißt. Es ruft dazu auf, für andere Parteien als die AfD zu stimmen.

Gemeinsames Singen

Mecklenburg-Vorpommerns Theater laden vor der Landtagswahl zum gemeinsamen Singen an öffentlichen Orten ein. In Rostock kamen dazu am Montag laut Polizei mehr als 500 Menschen auf den Neuen Markt. „Chöre, Ensembles, Künstler, Vereine, Besucher und Bewohner bringen miteinander zum Klingen, was dieses Land stark macht: das Miteinander der Menschen, die hier wohnen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Beteiligt sind den Angaben zufolge alle öffentlichen Theater.

In Rostock kamen laut Polizei mehr als 500 Teilnehmer zur Aktion Aktion „Dafür! Gemeinsames Singen für Demokratie“ des Volkstheaters.Bernd Wüstneck/dpa

In Rostock kamen laut Polizei mehr als 500 Teilnehmer zur Aktion Aktion „Dafür! Gemeinsames Singen für Demokratie“ des Volkstheaters.Bernd Wüstneck/dpa

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Demokratie sei kein Zuschauerraum, sondern lebe davon, dass alle ihre Stimme erheben, erklärten die Theater. Mit der Aktion wollen die Häuser auch auf die Bedeutung der Kunstfreiheit aufmerksam machen.

Auch Ole Krüger, Landesvorsitzender der Bündnisgrünen Mecklenburg-Vorpommern, nahm an der Demo teil.Jens Büttner/dpa

Auch Ole Krüger, Landesvorsitzender der Bündnisgrünen Mecklenburg-Vorpommern, nahm an der Demo teil.Jens Büttner/dpa

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Zu der Demonstration in Schwerin kamen laut Polizei mehrere Hundert Menschen.Jens Büttner/dpa

Zu der Demonstration in Schwerin kamen laut Polizei mehrere Hundert Menschen.Jens Büttner/dpa

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