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Schweres Verbrechen vermutet: Suche nach 13-Jähriger läuft

Seit Tagen wird in Berlin ein Mädchen vermisst. Mordkommission und Landeskriminalamts führen einen Großeinsatz, um die 13-Jährige zu finden. Bislang gibt es laut Polizei noch keinen Durchbruch.

08.11.2026

Am Samstag gingen die Polizisten von Tür zu Tür, verteilten Zeugenaufrufe und sprachen mit Anwohnern.Fabian Sommer/dpa

Am Samstag gingen die Polizisten von Tür zu Tür, verteilten Zeugenaufrufe und sprachen mit Anwohnern.Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Die Suche nach der vermissten 13-Jährigen aus Berlin-Marzahn wird heute fortgesetzt. Die Suchmaßnahmen sollten ab den Morgenstunden starten, wie Michael Petzold, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, am Samstagabend angekündigt hatte. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, sagte er. „Es wird von einem Verbrechen, namentlich einem Kapitalverbrechen, ausgegangen.“

Als Kapitalverbrechen werden besonders schwere Verbrechen wie Mord, Totschlag, Vergewaltigung oder schwere Sexualdelikte bezeichnet. 

Lisa verließ ihr Umfeld wahrscheinlich nicht freiwillig

Lisa T. wird seit Dienstag vermisst. Laut Polizei verließ das Mädchen ihr Wohnhaus gegen 7.15 Uhr, um gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße zu fahren. Doch dort kam sie nie an. „Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass Lisa nicht freiwillig ihr familiäres Umfeld oder ihr Zuhause verlassen hat“, sagte Petzold.

Mehrere hundert Beamte der Mordkommission und des Landeskriminalamts Berlin sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Einsatz, um die 13-Jährige zu finden. Am Samstag waren mehr als 140 Einsatzkräfte rund um den Wohnort der Vermissten in Marzahn-Hellersdorf unterwegs. „Diese Maßnahmen dienen dem Sichern von Beweismitteln und natürlich in erster Linie auch dem Auffinden von Lisa“, erklärte Petzold.

Noch kein Durchbruch

Die Polizei bittet Menschen, die etwas gesehen oder gehört haben, sich über das Hinweistelefon oder die Hinweis-Mailadresse des Landeskriminalamts bei der Polizei zu melden. Die Ermittlungsbehörden haben eigenen Angaben zufolge bereits zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung bekommen. „Aber es hat bisher noch keinen Durchbruch gegeben“, sagt Polizeisprecher Florian Nath.