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Schweitzer offen für KI-gestützte Videoüberwachung

Im Landtag zeigten sich Ampel-Vertreter bislang eher zurückhaltend, was die Technik angeht. Etwas anders klingt das nun beim Ministerpräsidenten.

05.03.2026

Die Messerattacke in Kaiserslautern sei eine furchtbare Tat gewesen, sagte Schweitzer dem SWR. (Archivfoto)Boris Roessler/dpa

Die Messerattacke in Kaiserslautern sei eine furchtbare Tat gewesen, sagte Schweitzer dem SWR. (Archivfoto)Boris Roessler/dpa

© Boris Roessler/dpa

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer hält den Einsatz von KI-gestützter Videotechnik im Land für denkbar. Wenn präventiv etwas gegen Taten wie die Messerattacke kürzlich in Kaiserslautern getan werden könne, „sollten wir es machen“, sagte der SPD-Politiker dem SWR. „Ich persönlich bin sehr offen dafür, auch KI-gestützte Videoüberwachung an den richtigen, notwendigen Hotspots einzusetzen.“

Am vergangenen Samstag waren in der Innenstadt von Kaiserslautern zwei Männer mit einem Messer angegriffen worden. Unter Tatverdacht steht ein 18-Jähriger. Er soll einem 22-Jährigen in den Rücken gestochen und einen 20-Jährigen im Brustbereich verletzt haben. Der 22-Jährige starb später an den Verletzungen. Sowohl der mutmaßliche Täter als auch die Opfer sind syrische Staatsangehörige. 

Antrag zu KI-Videotechnik wurde im Landtag abgelehnt

Im Landtag in Mainz ist schon mehrfach über das Thema KI-gestützte Videoüberwachung diskutiert worden. Im vergangenen Herbst etwa wurde ein Antrag der oppositionellen CDU-Fraktion für einen Einsatz der Technik mit den Stimmen der Ampel-Koalition abgelehnt. 

Innenminister Michael Ebling (SPD) sagte damals, die Polizei im Land verfüge über moderne Technik, die Ideen der CDU-Fraktion hätten mit der realen Gefahrenlage im Land nichts zu tun. Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Carl-Bernhard von Heusinger, warf der Union seinerzeit „Aktionismus mit hohem Grundrechtsrisiko“ vor und verwies auf Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz in anderen Bundesländern.