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Schweinepest: Letzte Sperrzone in Sachsen aufgehoben

Nach einem Jahr ohne neue Fälle stimmt die EU der Aufhebung der letzten Sperrzone im Kreis Bautzen zu. Was das für Jäger und Wildfleisch bedeutet.

03.03.2026

Nach einem Jahr ohne neue Fälle ist die letzte verbliebene Sperrzone zur Afrikanischen Schweinepest im Kreis Bautzen aufgehoben worden. (Illustrationsbild)Robert Michael/dpa

Nach einem Jahr ohne neue Fälle ist die letzte verbliebene Sperrzone zur Afrikanischen Schweinepest im Kreis Bautzen aufgehoben worden. (Illustrationsbild)Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

In Sachsen ist die letzte verbleibende Sperrzone wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgehoben worden. Die EU-Kommission hat der Aufhebung der Auflagen im Landkreis Bautzen zugestimmt, teilte das Gesundheitsministerium in Dresden mit. Einzig an der Grenze zu Polen bleibe nun noch ein sogenannter Schutzkorridor zwischen zwei Zäunungen erhalten, da im benachbarten Polen noch eine Sperrzone gelte. Auf diese Weise solle nach Sachsen eingewandertes Schwarzwild kontrolliert werden. 

Der Wegfall der Sperrzone im Kreis Bautzen sei ein besonderer Erfolg, erklärte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping. Das Gebiet sei durch ehemalige und aktuelle Braunkohletagebaue „für Jagd und Fallwildsuche“ teilweise schwer zugänglich, so die SPD-Politikerin. Im Kreis Bautzen waren im Februar 2025 die letzten Fälle der Afrikanischen Schweinepest festgestellt worden. Nach Ablauf einer einjährigen Frist gilt das Gebiet daher seit dem vergangenen Monat als ASP-frei. Nach Wegfall der Auflagen könne nun bei der Jagd erlegtes Wild wieder unmittelbar verwertet werden, so das Ministerium weiter. 

Die ASP ist für Menschen ungefährlich, für Schweine aber höchst ansteckend. Die Krankheit führt bei ihnen in der Regel innerhalb weniger Tage zum Tod. Einen Impfstoff gibt es bislang nicht. In Sachsen waren nach Angaben des Ministeriums insgesamt 830 Kilometer Schutzzäune wegen der Verhängung von Sperrzonen im Zusammenhang mit der Krankheit errichtet worden. 500 davon sind bislang wieder entfernt worden.