dpa

Schwarzarbeit bei Reinigungsfirmen - fünf Männer in U-Haft

Mit Scheinrechnungen soll ein Unternehmer Millionen hinterzogen haben. Nach Durchsuchungen vor einigen Monaten sehen die Ermittler genug Beweise und schlagen erneut zu.

14.07.2026

Wegen des Verdachts der Schwarzarbeit in einem Reinigungsunternehmen sitzen fünf Männer in Untersuchungshaft. (Symbolbild) Jens Kalaene/dpa

Wegen des Verdachts der Schwarzarbeit in einem Reinigungsunternehmen sitzen fünf Männer in Untersuchungshaft. (Symbolbild) Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Es geht um Schwarzarbeit in einem Reinigungsunternehmen und rund 5,5 Millionen Euro nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge. Der 40 Jahre alte Geschäftsführer der Firma sowie vier Männer im Alter von 24 bis 53 Jahren sitzen in Untersuchungshaft. Das Hauptzollamt Berlin hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft entsprechende Haftbefehle vollstreckt, wie die Behörden mitteilten.

Vorausgegangen waren Durchsuchungen von Wohn- und Geschäftsräumen der Beschuldigten sowie Einsatzorte der Arbeitnehmer im November 2025. Durch die Auswertung der beschlagnahmten Beweismittel habe sich der Verdacht gegen den Chef des Unternehmens sowie die mutmaßlichen Komplizen bestätigt.

Das Amtsgericht Tiergarten habe auf Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechende Haftbefehle erlassen, hieß es. Zugleich hat das Gericht vorläufig Vermögen der Verdächtigen in Höhe von 5,5 Millionen Euro eingefroren. Die Ermittlerinnen und Ermittler des Hauptzollamts sicherten deshalb vier Immobilien, Bargeld sowie ein Auto, wie es hieß.

Nach den Ermittlungen soll der Firmenchef die Schwarzarbeit mit Scheinrechnungen sogenannter Servicefirmen verschleiert haben. Die anderen Männer sollen ihn mit Scheinrechnungen versorgt haben.