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Schwache Konjunktur: IG Metall verliert weiter Mitglieder

Die IG Metall meldet erneut sinkende Mitgliederzahlen. Welche Gründe die Gewerkschaft für den Rückgang nennt und wie sich das auf die Beiträge auswirkt.

26.01.2026

Die schwache Konjunktur trifft auch die Gewerkschaft IG Metall. (Symbolbild)Thomas Banneyer/dpa

Die schwache Konjunktur trifft auch die Gewerkschaft IG Metall. (Symbolbild)Thomas Banneyer/dpa

© Thomas Banneyer/dpa

Die IG Metall hat das siebte Jahr in Folge Mitglieder verloren. Zum Ende des Jahres 2025 zählte Deutschlands größte Gewerkschaft 2.015.495 Mitglieder, wie sie in Frankfurt berichtet. Den Rückgang um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erklärt die Erste Vorsitzende Christiane Benner vor allem mit Stellenstreichungen in der Metall- und Elektroindustrie.

Zudem hat es 2025 keine Verhandlungen zum wichtigsten Tarifvertrag Metall und Elektro gegeben, bei denen die IG Metall üblicherweise verstärkt neue Mitglieder gewinnt. Es wurden gut 93.000 Menschen neu aufgenommen, so wenige wie seit dem Corona-Jahr 2021 nicht mehr. Im Jahr 2018 hatte die Gewerkschaft noch mehr als 2,27 Millionen Mitglieder, seither sind die Zahlen stetig zurückgegangen.

Bei den Mitgliedsbeiträgen ist die Entwicklung weniger dramatisch, da die Zahlungen an die gestiegenen Verdienste der Beschäftigten gekoppelt sind. Nach der Rekordeinnahme von 642 Millionen Euro im Jahr 2024 berichtet Schatzmeisterin Nadine Boguslawski nun trotz des Mitgliederschwunds 
von einer minimalen Steigerung auf 648 Millionen Euro. „Die Streikkasse ist ordentlich gefüllt“, warnt sie die Arbeitgeber.