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Schuster: Risikoanalyse für Drohnenabwehr unverzichtbar

Sachsens Innenminister Schuster hält einen hundertprozentigen Schutz vor Drohnenattacken für unrealistisch. Man müsse mit dem, was man habe, an den richtigen Stellen stehen, sagt der CDU-Politiker.

18.08.2026

Innenminister Armin Schuster (CDU) hält mit Blick auf Drohnenattacken eine Risikoanalyse für unverzichtbar.  Robert Michael/dpa

Innenminister Armin Schuster (CDU) hält mit Blick auf Drohnenattacken eine Risikoanalyse für unverzichtbar. Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Innenminister Armin Schuster (CDU) hält mit Blick auf mögliche Drohnenattacke eine Risikoanalyse in Sachsen für unverzichtbar. Besonders relevante Ziele seien etwa Talsperren, Energieanlagen, die Wasser-Infrastruktur und das Mikrochip-Cluster Dresden, sagte er nach der Kabinettssitzung in Dresden. Man könne das mit stationären Abwehranlagen machen und auch mit mobilen Anlagen. 

Schuster für stationäre und mobile Anlagen bei der Drohnenabwehr

„Beides werden wir brauchen“, sagte der Minister. Allerdings seien mobile Anlagen drei- bis viermal so teuer wie die stationären. Für eine mobile Anlage könne man beim Stand der heutigen Technik mit etwa neun Millionen Euro rechnen, eine stationäre liege etwa bei zwei bis drei Millionen Euro. 

Hundertprozentiges Drohnenabwehrnetz nicht möglich

Schuster verwies auf die Zuständigkeit des Bundes bei der Drohnenabwehr an Flughäfen. Der Flughafen in Leipzig sei unter den acht Flughäfen in Deutschland, die mit Priorität behandelt würden. Da müsse der Bund liefern.

Schuster betonte aber auch, weder der Bund noch die Bundesländer könnten jemals zu 100 Prozent ein Drohnenabwehrnetz über Deutschland spannen. Es gehe darum, mit dem, was man habe, an den richtigen Orten zu stehen. 

Wie konkret die Gefahr durch Drohnen werden kann, zeigte sich zuletzt am Flughafen Leipzig/Halle. Vor zwei Wochen war dort eine umgebaute und mit Sprengstoff bestückte Drohne zwischen ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“.