Schulen aus Berlin und Potsdam für KI-Ideen ausgezeichnet
Künstliche Intelligenz als Helfer für individuelle Lernwege und kreative Medienarbeit: Zwei Schulen wurden jetzt für ihre Konzepte gewürdigt.
Schulen wurden für ihre KI-Nutzung ausgezeichnet. (Symbolbild)Frank Rumpenhorst/dpa
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Künstliche Intelligenz (KI) wird hier sinnvoll genutzt: Zwei Schulen aus Berlin und Brandenburg sind beim KI‑Schulpreis 2025 ausgezeichnet worden. Die Neue Grundschule Potsdam erreichte in der Kategorie KI‑Gesamtkonzept den dritten Platz. Ebenfalls den dritten Platz in derselben Kategorie erhielt das Käthe‑Kollwitz‑Gymnasium Berlin, wie die Veranstalter mitteilten. Die Auszeichnungen wurden in Heilbronn vergeben und sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.
Kompetenztage und Sprachförderung
Unter dem Leitmotiv „Own your power“ (deutsch etwa: Besitze deine Kraft) lernen Schüler des Berliner Gymnasiums, KI nicht nur zu nutzen, sondern kritisch zu hinterfragen und selbstbestimmt anzuwenden. In speziellen KI-Kompetenztagen, Fachunterricht und Projektformaten arbeiten sie mit Sprach-, Bild und Audioanwendungen, entwickeln eigene Anwendungen und setzen sich mit ethischen Fragen auseinander.
Die Neue Grundschule Potsdam überzeugte mit ihrem Konzept, KI in eine kindzentrierte und inklusive Lernkultur einzubetten. KI unterstützt dort unter anderem individuelle Lernwege, Sprachförderung und kreative Medienarbeit. Eine schulweite KI‑Ordnung sowie fortlaufende Fortbildungen bilden die Grundlage des Ansatzes.
Berlin will Chatbot testen - Brandenburg hat ihn schon
„KI wird nicht nur konsumiert, sondern sehr bewusst und selbstbestimmt eingesetzt, um den Schulalltag für alle besser zu machen“, lobte Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) in einer Mitteilung. „Mit dem gleichen Ziel arbeiten wir auch berlinweit am KI-Einsatz in Schulen, mit Orientierungshilfen, einer KI-Fortbildungsoffensive - und bald auch mit dem neuen Berliner Chatbot „Telli“, den das Käthe-Kollwitz-Gymnasium als Pilot-Schule testen wird“, so die Senatorin.
In Brandenburg steht der Chatbot bereits an allen öffentlichen Schulen seit dem Schuljahr 2025/2026 zur Verfügung. Brandenburg sei nach Bremen das zweite Bundesland, das die Chatbot-Oberfläche mit dem Namen „Telli“ flächendeckend einführe, teilte das Bildungsministerium dazu im September mit.
100.000 Euro Preisgeld insgesamt
„Die heutigen Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass Künstliche Intelligenz moderne Schulentwicklung positiv befördern kann und wesentlich dazu beiträgt, Bildung gerechter und zudem individueller zu gestalten“, erklärte Bärbel G. Renner, Geschäftsführerin Dieter Schwarz Stiftung.
Der KI‑Schulpreis wird von „Deutschland – Land der Ideen“ vergeben und von der Deutsche Telekom Stiftung sowie der Dieter Schwarz Stiftung gefördert. Insgesamt wurden 2025 sieben Schulen ausgezeichnet und Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro vergeben.