Schön für klammes Land: Erbschaftsteuer sprudelt kräftiger
Noch stärker steigt die Gesamtsumme von Erbschaften und Schenkungen in Hessen. Für das Finanzministerium ist das mitten in der Wirtschaftsflaute eine gute Nachricht.
Eine Steuererklärung gilt nicht als Vergnügen, eine Erbschaft zu bekommen schon eher. (Symbolbild)Jan Woitas/dpa
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Hessens unter Spardruck stehender Haushalt hat 2025 deutlich mehr Erbschaft- und Schenkungsteuer kassiert als 2024. Diese Einnahmen stiegen um fast ein Viertel auf 1,5 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte.
Noch stärker nahm die Gesamtsumme der Erbschaften und Schenkungen in Hessen zu. 2025 stieg sie im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte auf 14,3 Milliarden Euro. Gut 64 Prozent dieser Summe entfielen laut den Statistikern auf Erbschaften, knapp 36 Prozent auf Schenkungen zu Lebzeiten.
Welchen Anteil an einem größeren Erbe erhält das Finanzamt?
Unter Einbezug von Steuerbefreiungen und Freibeträgen ergab sich 2025 ein durchschnittlicher Steuersatz von etwas mehr als 17 Prozent bei Erbschaften und Schenkungen. 2024 hatte er bei gut 20 Prozent gelegen. Insgesamt sind Hessens Steuereinnahmen angesichts der Wirtschaftsflaute gesunken.