dpa

Verkehrsprobleme und Schulschließungen wegen Schnee und Eis

Thüringen liegt zum Wochenstart unter einer dünnen Schneedecke. Auto-, Bus- und Bahnfahrer standen vor Herausforderungen, die Polizei registrierte zahlreiche Verkehrsunfälle.

26.01.2026

Allein von Mitternacht bis in den Morgen hinein hat es bereits rund 100 Mal auf Thüringens Straßen gekracht.News5 / Steffen Ittig/NEWS5/dpa

Allein von Mitternacht bis in den Morgen hinein hat es bereits rund 100 Mal auf Thüringens Straßen gekracht.News5 / Steffen Ittig/NEWS5/dpa

© News5 / Steffen Ittig/NEWS5/dpa

Schneefälle und glatte Straßen haben in Thüringen für einen rutschigen Wochenstart mit Verkehrsunfällen, Staus auf Autobahnen, ausgefallenen Zügen und witterungsbedingt geschlossen Schulen geführt. Von Mitternacht bis zum Mittag zählte die Polizei rund 166 witterungsbedingte Unfälle allein auf Autobahnen und Landstraßen, mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt. 

Teilweise blockierten querstehende Lastwagen den Verkehr. Wegen Glätte oder unfallbedingt waren manche Straßen beziehungsweise Straßenabschnitte zeitweise gesperrt, etwa die Bundesstraße 84 im Raum Eisenach, wie aus dem ADAC-Staumelder hervorging. Gefrierender Regen und Neuschnee hatten zahlreiche Straßen in spiegelglatte Flächen verwandelt. Vor allem am Hermsdorfer Kreuz hatten Autofahrer zeitweise mit größeren Behinderungen zu kämpfen. Auch mehrere Autobahnauffahrten waren laut Polizei gesperrt. 

Gegen Mittag begann sich die Lage wieder zu entspannen, hieß es aus der Landeseinsatzzentrale.

Einschränkungen bei der Bahn

Die winterlichen Bedingungen sorgten auch im Fernverkehr der Deutschen Bahn für Probleme. Es kam laut Bahn zu Ausfällen und Verspätungen bei der ICE-Verbindung von Frankfurt über Eisenach, Erfurt und Leipzig nach Dresden. 
Grund dafür sind demnach die Auswirkungen von Schnee und Eis auf die Bahninfrastruktur im Raum Frankfurt am Main. Die Züge von München über Erfurt, Leipzig, Bitterfeld und Wittenberg nach Berlin fuhren ebenfalls verspätet.

Die Erfurter Bahn gab auf ihrer Internetseite bekannt, dass aufgrund der aktuellen Witterung auf mehreren Regionalbahnlinien Züge ausfallen können. Betroffen sind demnach die Linie RB32 zwischen Saalfeld (Saale) und Blankenstein, die RB26 zwischen Weimar und Kranichfeld sowie die Linie RB76 zwischen Zeitz und Weißenfels und die Linie RB22 zwischen Saalfeld (Saale) und Gera Hauptbahnhof. Ein Ersatzverkehr mit Bussen habe nicht eingerichtet werden können. 

Die Südthüringen Bahn verwies auf ihrer Website darauf, dass es auf der Linie RB41 zwischen Meiningen und Eisenach vermutlich bis in den Nachmittag hinein zu Verspätungen kommen kann.

Einige Schulen geschlossen

Wegen der Wetterunbilden blieben in Thüringen zum Wochenstart mindestens elf Schulen geschlossen, wie das Bildungsministerium auf Anfrage mitteilte. Die Zahl könne im Laufe des Tages durch weitere Meldungen noch steigen, hieß es. Teils wurde in den Meldungen aus den Schulämtern der Ausfall des Schulbusverkehrs als Grund genannt. „Wo Bedarf an Notbetreuung besteht, ist diese abgesichert“, erklärte ein Ministeriumssprecher. 

Auch im Busverkehr kam es zu Ausfällen, etwa im Saale-Holzland-Kreis, wie die zuständigen Stadtwerke Jena mitteilten. In Erfurt fuhren die Straßenbahnen wegen Schneeglätte unregelmäßig. 

Wintersportaussichten verbessert

Das Wetter hatte aber auch seine positiven Seiten, vor allem für Wintersportler. In den Höhenlagen des Thüringer Waldes verbessern sich die Aussichten für Skilangläufer. Im mehr als 800 Meter hoch gelegenen Neuhaus am Rennweg etwa wuchs die Schneedecke zwischen Sonntagabend und dem Morgen auf 27 Zentimeter, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes mitteilte. In diesem Zeitraum seien zehn Zentimeter Neuschnee gefallen. Da in den nächsten Stunden mit weiteren Schneefällen zu rechnen sei, dürfte die Neuschneeauflage noch etwas wachsen – und angesichts anhaltenden Dauerfrosts vorerst auch liegen bleiben. 

Auch in den nächsten Tagen müssen sich die Menschen in Thüringen auf glatte Straßen einstellen. Laut DWD ist am Dienstag mit gefrierender Nässe zu rechnen. Am Mittwoch wird laut DWD ein erneutes Tiefdruckgebiet erwartet. Vor allem in Thüringen sowie im Harz und dem Vogtland wird mit kräftigem Schneefall gerechnet.