Saisonale Kennzeichen weiterhin gefragt
Saisonkennzeichen sind gerade bei Motorradfahrern beliebt. Wie sich die Zahlen entwickelt haben und was für Nutzer in Anbetracht der klimatischen Entwicklungen Sinn ergeben könnte.
In Thüringen bleiben an die Anmeldungen für Saisonkennzeichen stabil. (Symbolbild)Jan Woitas/dpa
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Im Sommer mit dem Motorrad zur Arbeit oder im goldenen Herbst eine Spritztour - und im Winter kommt die Maschine in die Garage: Saisonkennzeichen sind in Thüringen durchaus beliebt. „Bei der Betrachtung der Zahlen sind Saisonkennzeichen kein Auslaufmodell, sondern werden stärker nachgefragt“, erklärt Oliver Reidegeld, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen.
So seien Anfang 2024 in Thüringen rund 88.200 Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen zugelassen gewesen, darunter etwa 52.500 Motorräder. Zehn Jahre zuvor waren es rund 74.700 saisonale Gesamt-Zulassungen in Thüringen gewesen. Auch die bundesweite Entwicklung zeige einen ähnlichen Trend.
Stabile Nachfrage und leichtes Plus
Was die jüngere Vergangenheit angeht, ist auch in den Straßenverkehrsämtern kein Rückgang zu verzeichnen: Die Städte Erfurt, Jena, Suhl und Gera sowie der Wartburgkreis melden für die vergangenen Jahre entweder leichte Zunahmen oder eine weitgehend stabile Nachfrage nach den saisonalen Kennzeichen. Gefragt seien diese vor allem bei Motorrädern, Oldtimern und Wohnmobilen.
Mit den Saisonkennzeichen als spezielle Kfz-Kennzeichen sind Fahrzeuge immer nur für einige Monate im Jahr für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. „Zu den größten Vorteilen von Saisonkennzeichen zählt die Kostenersparnis gegenüber einem Dauerkennzeichen in Bezug auf Steuern, Haftpflicht- und gegebenenfalls Kaskoversicherungen, die nur anteilig berechnet werden“, so der ADAC-Sprecher. Der Anmeldezeitraum könne zwischen zwei und elf Monaten beliebig gewählt werden, der jährliche Aufwand und die Kosten für An- und Abmeldung fielen weg.
Der größte Nachteil sei, dass der gewählte Zeitraum strikt eingehalten werden müsse – eine Spritztour etwa mit einem bis Oktober angemeldeten Motorrad sei an einem schönen Novembertag dann nicht möglich. Dennoch könne sich die Ersparnis lohnen.
Anpassung der Anmeldezeit möglich
Wer durch die Wetterkapriolen der vergangenen Jahre unsicher ist, ob ein früherer oder späterer Start in die Saison sinnvoll sei, könne den Anmeldezeitraum des Saisonkennzeichens einfach auf ein entsprechend früheres oder späteres Datum verlegen. Dann zahle der Halter zwar etwas mehr für Versicherung und Steuern, profitiere aber immer noch grundsätzlich von der Saisonkennzeichen-Anmeldung, so Reidegeld.