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Sachsens Beamte sollen mehr Geld bekommen

Die Einigung auf höhere Entgelte im Öffentlichen Dienst wollen CDU und SPD auf die Beamten in Sachsen übertragen. Wie viel mehr ist künftig drin?

24.03.2026

Die Besoldung von Beamten wie Polizisten in Sachsen soll entsprechend der Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst steigen. (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa

Die Besoldung von Beamten wie Polizisten in Sachsen soll entsprechend der Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst steigen. (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa

Auch die sächsischen Beamten sollen nach Willen von CDU und SPD von der Tariferhöhung im Öffentlichen Dienst profitieren. Die Fraktionen wollen einen Gesetzentwurf zur entsprechenden Anpassung der Besoldung und Versorgung in den Landtag einbringen, wie sie mitteilten. Vorgesehen ist, das aktuelle Tarifergebnis des öffentlichen Dienstes vom Februar systemgerecht auf den Beamtenbereich zu übertragen.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und die Gewerkschaften hatten sich nach Warnstreiks und mehrwöchigen Verhandlungen darauf verständigt, die Entgelte zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent, aber mindestens um 100 Euro anzuheben. Zum 1. März 2027 erfolgt eine Anhebung um weitere 2,0 Prozent und der letzte Erhöhungsschritt von 1,0 Prozent folgt am 1. Januar 2028.

CDU: Übertragung ist Frage der Fairness

Der Tarifabschluss sei ein Ergebnis mit Augenmaß, sagte Jan Löffler, haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Die Übertragung auf die Beamten sei eine Frage der Fairness. Man wolle damit Respekt zum Ausdruck bringen, sagte der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten, Henning Homann. „Wir stehen vor Veränderungsprozessen: Wir wollen die Verwaltung digitalisieren und modernisieren.“ Dafür brauche man die Beschäftigten.

Der Gewerkschaftsbund DGB begrüßte die Ankündigung der beiden Regierungsparteien. Beamtinnen und Beamte setzten sich für Rechtsstaat und Demokratie ein, sagte Ralf Hron, Vizevorsitzender des DGB Sachsen. „Mit der zeitgleichen und systemgerechten Übertragung des Tarifergebnisses knüpft der Freistaat Sachsen an die bisherige gute Praxis der letzten Jahre an.“