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Sachsens Bauern warnen: Steigende Kosten belasten Betriebe

Ernte okay, Zukunft unklar: Warum Sachsens Landwirte Alarm schlagen und welche Frucht jetzt als Hoffnungsträger gilt.

01.07.2026

Sachsens Bauern warnen: Steigende Kosten belasten Betriebe. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa

Sachsens Bauern warnen: Steigende Kosten belasten Betriebe. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa

Sachsens Landwirte erwarten in diesem Jahr eine durchschnittliche Ernte, stehen aber weiter vor schwierigen wirtschaftlichen Zeiten. Große Unwetterereignisse seien ausgeblieben und die Regenfälle im Frühjahr hätten die Bodenfeuchtigkeit etwas verbessert, sagte Torsten Krawczyk, Präsident des sächsischen Landesbauernverbandes, zum Ernteauftakt bei der Agrargenossenschaft Doberschütz (Landkreis Nordsachsen).

Zu hohe Produktionskosten: Keine kostendeckende Vermarktung

Sorge bereitet die Landwirte jedoch die weiter steigenden Produktionskosten, unzureichende Erzeugererlöse und eine unberechenbare Agrarpolitik, betonte Krawczyk. Diese trieben die sächsischen Landwirtschaftsbetriebe an den Rand des Abgrundes mit direkten Auswirkungen auf Versorgungssicherheit und die regionale Wertschöpfung. Eine kostendeckende Vermarktung sei nicht gegeben.

Gleichzeitig zeigt der Blick auf das vergangene Jahr, wie leistungsfähig unsere Betriebe sind, wie Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch sagte. „Mit 2,2 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung haben sie 2025 das beste Ergebnis seit 15 Jahren erzielt“, erläuterte der CDU-Politiker. Dieser Puffer sei aber weitgehend aufgebraucht. 

Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (r) und der Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes Torsten Krawczyk.Hendrik Schmidt/dpa

Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (r) und der Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes Torsten Krawczyk.Hendrik Schmidt/dpa

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Umso wichtiger ist es laut Minister, dass politische Entscheidungen auf europäischer und nationaler Ebene die Leistungsfähigkeit unserer Landwirtschaft stärken und nicht schwächen. Er versprach den Landwirten mehr Rückhalt, Verlässlichkeit und Rahmenbedingungen, die ihre Arbeit unterstützen.

Sojabohne als Gewinner des Klimawandels

Bei der stärksten Getreidefrucht, dem Winterweizen, bleibe abzuwarten, wie dieser die unterschiedliche Witterung vertragen hat. „Gerade hier brauchen wir eine hohe Qualität, um einigermaßen über die Runden zu kommen“, sagte der Bauernpräsident.

Einer der Gewinner des Klimawandels ist laut Verband die Sojabohne, deren Anbaufläche im Freistaat mit 2600 Hektar im Vergleich zum Jahr 2025 um 40 Prozent gestiegen ist. „Diese Frucht hat Zukunft“, betonte Krawczyk. Dagegen sank die Fläche für Zuckerrüben und Kartoffeln um mehr als 15 Prozent.