Sachsen will von Taiwans Halbleiterindustrie lernen
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter setzt auf enge Kooperation mit Taiwan und Vietnam, um den Technologiestandort zu stärken und neue Märkte für Unternehmen zu erschließen.
Wirtschaftsminister Dirk Panter wirbt in Taiwan und Vietnam für Sachsens Wirtschaft. (Archivbild)Robert Michael/dpa
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Sachsen will von Taiwans Halbleiterindustrie lernen und die Zusammenarbeit mit dem asiatischen Land ausbauen. Taiwan sei die absolute Nummer 1 in Sachen Mikroelektronik und Halbleiter, betonte der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) bei einem Besuch in der Hauptstadt Taipeh. Sachsen sei der fünftgrößte Halbleiterstand der Welt, habe aber noch ganz viel zu lernen: „Wir wollen wachsen, wir wollen besser werden. Deshalb muss man in Taiwan sein.“
Chipkonzern TSMC baut mit Partnern Produktionsstätte in Dresden
Der SPD-Politiker ist bereits zum dritten Mal binnen eines Jahres in Taiwan. Die Beziehungen Sachsens zu dem Land seien sehr tief. Es gebe etwa im Wissenschaftsbereich viel Austausch zwischen Universitäten. Gleiches gelte für die Wirtschaft. Panter verwies auf das Engagement des Halbleiterkonzerns TSMC, der gemeinsam mit Partnern eine große Chipfabrik in Dresden errichtet. Das Projekt liege im Plan, sagte Panter. Das Werk soll 2027 eröffnet werden.
Sachsen will eine Art „Taiwan Hub“ werden
„Wir möchten, dass sich Menschen aus Taiwan in Sachsen heimisch fühlen und ein guter Gastgeber sein“, betonte der Minister. Der Freistaat wolle eine Art „Taiwan Hub“ werden.
Panter sieht Vietnam als strategischen Wachstumsmarkt für Sachsen
Panter besucht noch bis 8. September Taiwan und Vietnam. In Taiwan stehen unter anderem Termine bei der Halbleitermesse Semicon Asien auf dem Programm. In Vietnam soll es bei Gesprächen um Themen wie Umwelt- und Energietechnik, Wasserwirtschaft, Infrastruktur und Fachkräfte gehen. „Vietnam ist ein strategisch wichtiger Wachstumsmarkt für sächsische Unternehmen. Die wirtschaftliche Dynamik des Landes eröffnet Chancen für Kooperationen, Technologietransfer, neue Absatzmärkte und den Aufbau neuer Produktionsstandorte“, erklärte der Minister.