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Sachsen will Bauvorschriften vereinfachen

Sachsen plant einfachere Bauvorschriften. Ziel: schnelleres und günstigeres Bauen, ohne Abstriche bei der Qualität. Was das für Bauherren und Unternehmen bedeutet.

05.03.2026

Staatssekretär Sören Trillenberg hat Vereinfachungen bei Bauvorschriften angekündigt. (Symbolbild) Jan Woitas/dpa

Staatssekretär Sören Trillenberg hat Vereinfachungen bei Bauvorschriften angekündigt. (Symbolbild) Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Vor dem Hintergrund einer angespannten Lage in der Bauwirtschaft hat Sachsens Infrastrukturministerium eine Vereinfachung von Bauvorschriften angekündigt. „Wenn Geld knapper wird, müssen wir den technischen Blick schärfen“, sagte Staatssekretär Sören Trillenberg zur Eröffnung der Baumesse HAUS in Dresden. Ziel sei, Bauen einfacher, schneller und bezahlbarer zu machen, ohne die Qualität zu gefährden. 

Mehr als 400 Aussteller auf Dresdner Baumesse 

Bis Sonntag präsentieren sich auf der Messe nach Veranstalterangaben mehr als 400 Aussteller rund um Neubau, Sanierung und Gebäudetechnik. Themen sind unter anderem Energieeffizienz, erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Speicher und Wärmepumpen sowie nachhaltige Baustoffe und digitale Planungsprozesse. 

Trillenberg verwies auf hohe Bau- und Finanzierungskosten, Fachkräftemangel und lange Genehmigungsverfahren als Belastung für Bauherren und Unternehmen. Gleichzeitig bleibe der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum und an Modernisierung im Gebäudebestand hoch. 

Novelle der Sächsischen Bauordnung geplant 

Das Infrastrukturministerium bereitet nach Angaben des Staatssekretärs eine Novelle der Sächsischen Bauordnung vor. „Unser Ziel ist es, überzogene Vorgaben zu streichen oder zu vereinfachen und die Abläufe in den Behörden effizienter zu machen“, sagte Trillenberg. Sachsen wolle damit ein Bauklima schaffen, das Investitionen fördere und Planungen verlässlicher mache. 

Parallel treibt das Ministerium die digitale Baugenehmigung voran. Der Bauantrag soll vollständig digital gestellt und nachverfolgt werden können. Nach Ministeriumsangaben sind alle 42 unteren Bauaufsichtsbehörden bereits angebunden. Ziel ist, dass die digitale Bauantragsstellung im Sommer 2026 für alle Antragsteller im Freistaat möglich ist. 

Deutlich weniger bewilligte Bauanträge 

Der Druck ist hoch: Die Zahl der bewilligten Bauanträge ist laut Statistischem Landesamt in den vergangenen Jahren deutlich gesunken – von 6.088 im Jahr 2020 auf 2.726 im Jahr 2024. Für 2025 deuten bislang veröffentlichte Monatsdaten auf eine leichte Erholung auf 2.998 hin.